ANIMAL PLANETS - Trompeterschwan


Systematik Vögel

Der Trompeterschwan auch Schwarzschwan (Cygnus atratus) ist der einzige fast völlig schwarze Schwan. Der Trauerschwan kommt in Australien und auf Tasmanien vor. Mitte des 19. Jhts. wurde er in Neuseeland fest eingebürgert. In Europa und USA wird er manchmal in Parkanlagen gehalten.

Der Trauerschwan ist das offizielle Wappentier Westaustraliens und wird auch in der Staatsflagge dargestellt.

SYSTEMATIK

  • Klasse:
    Vögel (Aves)
  • Unterklasse:
    Neuvögel (Neornithes)
  • Ordnung:
    Wasser- und Wehrvögel, Gänse- bzw. Entenvögel (Anseriformes)
  • Familie:
    Enten, Gänse, Schwäne (Anatidae)
  • Unterfamilie:
    Gänse (Anserinae)
  • Gattungsgruppe:
    Schwäne (Cygnini)
  • Gattung:
    Echte Schwäne (Cygnus) - Linné, 1758
  • Art:
    Trompeterschwan (Cygnus buccinator) - Richardson, 1832

STECKBRIEF

  • Verbreitung:
    Nordamerika (Alasaka bis Missouri)
  • Lebensraum:
    große, seichte Teiche und breite, langsame Flüsse
  • Größe:
    150 bis 180 cm
  • Gewicht:
    13,5 kg
  • Gefieder:
    weiß
  • Flügelspannweite:
    ca. 210 cm
  • Gelege:
    3 bis 9 Eier
  • Brutdauer:
    32 TAGE
  • Nahrung:
    Wasserpflanzen
  • Schutzstatus:
    nicht gefährdet

Lebensraum: Größe: 150 - 180 cm Gewicht: 13,5 kg Gefieder: weiß Flügelspannweite: ca. 210 cm Gelege: 3 - 9 Eier Brutdauer: 32 Tage Nahrung: Wasserpflanzen Schutzstatus: nicht gefährdet

ANATOMIE:

Der Trompeterschwan ist der größte Schwan. Er hat einen fast schwarzen Schnabel und die Gesichtspartie ist ebenso bis zu den Augen schwarz. Der Trompeterschwan ist etwas leichter als der Höckerschwan (Cygnus olor). Das Gefieder ist weiß und die Beine sind schwarz, während das Gefieder der Kücken anfangs gräulich ist und erst allmählich weiß wird. Der Trompeterschwan unterscheidet sich vom Singschwan (Cygnus cygnus) durch den völlig schwarzen Schnabel und vom Pfeifschwan (Cygnus columbianus) durch die Körpergröße

LEBENSWEISE:

Gelegentlich tauchen sie mit ihrem Kopf unter Wasser nach Nahrung. Im Sommer pflegen sich erwachsene Trompeterschwäne zu mausern. Vorübergehend verlieren sie auch ihre Flugfedern, Weibchen kurz nach dem Brüten und Männchen etwa einen Monat später, wenn die Weibchen wieder fliegen können. Natürlich lebende Trompeterschwäne ziehen gegen den Winter an die Pazifikküste und die nordwestlichen USA. Sie fliegen in einem V-förmigen Schwarm.

FORTPFLANZUNG:

Trompeterschwäne suchen Ende April oder Anfang Mai ihren Brutplatz auf und beginnen unverzüglich, ein neues Nest zu bauen oder ein bestehendes zu verbessern. Das Nest wird aus pflanzlichem Material auf einer Insel, auf einem verlassenen Biber-Bau, oder auf einer schwimmenden Plattform, gebaut.

In südlichen N-Amerika schlüpfen die Jungen ungefähr Mitte Juni, im Norden Anfang Juli. Die Jungtiere schwimmen bereits kurz nach dem Ausbrüten. Jungtiere des Vorjahres schließßen sich zusammen und richten sich in einem Gewässer ein, in dem kein Paar brütet.

NAHRUNG:

Der Trompeterschwan ernährt sich hauptsächlich von Wasserpflanzen aber im Winter fressen sie auch Gras und Getreide. Jungtiere werden einigen Monaten mit Insekten und Schalentieren gefüttert

LITERATUR:

  • Pierandrea Brichetti, Vögel - In Garten, Park und freier Natut, Neuer Kaiser Verlag, Klagenfurt 2002
  • Joseph Forshaw, Vögel - Enzyklopädie der Tierwelt, Orbis Verlag ein Unternehmen der Verlagsgruppe Random House GmbH., München 2003
  • Bernhard Grzimek, Grzimeks Tierleben - Vögel 1, Band 7, Lizenzausgabe für Weltbildverlag, Augsburg 2000
  • Hermann Heinzel, Richard Fitter, John Parslow, Pareys Vogelbuch, Parey Buchverlag Berlin, Berlin - Wien 1996
  • Redaktionsbüro LOOP, Der Brockhaus - Tiere und Pflanzen, F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim 2001
  • Christopher Perrins (Hg.), Vögel der Welt, BLV Verlagsgesellschaft mbH., München 2004
  • Dr. Hans Petzsch, Urania Tierreich - Vögel, Urania Verlag, Berlin 2000
  • Verhoef-Verhallen Esther, Zier-Vögel Enzyklopädie, Edition Dörfler Nebelverlag GmbH., Eggolsheim

Abkürzungen:

Männchen
♂ ♂ Männchen (Mehrzahl)
Weibchen
♀ ♀ Weibchen (Mehrzahl)
ausgestorben, ausgerottet
gefährdet
PK Prachtkleid (Sommer)
SK Schlichtkleid (Winter)
ad. adult (erwachsen)
juv. juvenil (jung)
immat. immatur (heranwachsend)

Einstufungskategorien der IUCN:

  • EX Extinct, ausgestorben: Das letzte Individuum dieses Taxons ist ausgestorben.
  • EW Extinct in the Wild, in freier Natur ausgestorben. Es gibt nur noch Arten dieses Taxons in Menschenobhut (Zoos, Tierparks etc.) bzw. wieder ausgewilderte Tiere
  • CR Critically Endangered, vom Aussterben bedroht. Es ist anzunehmen, dass diese Tierart in unmittelbarer Zukunft in der freien Natur aussterben wird.
  • EN Endangered, stark gefährdet: Es besteht die Gefahr, dass das Taxon in naher Zukunft in der freien Natur aussterben wird.
  • VU Vulnerable, gefährdet. Das Taxon läuft mittelfristig Gefahr, in freier Natur auszusterben.
  • LR Low Risk, Geringe Gefährdung. Ein Taxon, das vermutlich bedroht oder gefährdet ist, aber die Kriterien für CR, VU oder EN nicht erfüllt.
    • CD Conservation dependent, von Schutzmaßnahmen abhängig: Taxa, die durch taxon- oder habitatspezifische Schutzmaßnahmen betreut werden, ohne die sie innerhalb von fünf Jahren in eine der oben genannten Kategorien eingestuft werden müssen.
    • NT Near Threatened, Vorwarnliste: Taxa, die nicht in die Kategorie CD fallen, aber selten und möglicherweise bald gefährdet sind und deshalb auf der Vorwarnliste stehen.
    • LC Least Concern, Bestand noch nicht Besorgnis erregend: Taxa, die in keine der beiden eben genannten Kategorien fallen.