ANIMAL PLANETS - Schopfwachtel


Systematik Vögel

Die Schopfwachtel (Callipepla californica), auch Kalifornische Schopfwachtel, gehört zur Familie der Zahnwachteln (Odontophoridae) und zur Gattung der Zahnwachteln (Callipepla).

Ihr Verbreitungsgebiet umfasst die nordamerikanische Westküste. Sie wurde erfolgreich auf Hawaii, Utah, New Mexico, British-Kolumbien, Neuseeland, Frankreich (Korsika), Chile und Argentinien eingebürgert.

Schopfwachteln sind als Ziervogel sehr beliebt und lassen sich sehr gut in Volieren gemeinsam mit baumbewohnenden Vogelarten halten. Die Haltung mit anderen Hühnervögeln ist nicht empfehlenswert.

STECKBRIEF

  • Verbreitung:
    Westliche USA, Mexiko
  • Lebensraum:
    Trockengebiete, Berghänge, Eichenwälder und Hartlaubgehölzer
  • Größe:
    ca. 23 - 27 cm
  • Stimme:
    Ruf dreisilbrig »quä-quer-go«
  • Gewicht:
  • Gelege:
    9 bis 20 Eier, weiße bräunlich gepunktet und gefleckte Eier
  • Brutdauer:
    22 bis 23 Tage
  • Nahrung:
    Sämereien, Gräser, Insekten
  • Schutzstatus:
    nicht gefährdet

ANATOMIE:

Der Kehlfleck der ♂ ist schwarz und der Scheitelkopf braun und lang, nach vorne gebogene schwarze Haube, bleigraue Brust und Hals brauner Bauch mit dunkelbrauner und schwarzer Färbung.

Die Haube ist bei den ♀ hingegen kurz und braun, weißliche Brust mit dunkler Schuppung, fahlbrauner Kopf, Kehle und Kropf.

LEBENSWEISE:

In Eichenwälder und Hartlaubgehölzen des nordamerikanischen, pazifischen Küstengebietes ist die Kalifornische Schopfwachtel anzutreffen. Sie bewohnen auch Weinberge, Gärten und Parkanlagen der Städte.

Die Balz der Männchen beginnt anfangs April mit ihren »kah-ah«-Rufen. Beim Balzen verneigt sich das Männchen vor dem Weibchen und umtanzt sie mit kicherden und plauderten Töne. Schopfwachteln können sehr gut fliegen. Sie leben nicht nur am Boden, sondern auch auf den Bäumen. Nachts suchen sie einen hochgelegenen, geschützten Schlafplatz auf. In der Brutzeit paarweise, sonst sehr gesellig. Im Herbst schließen sich fünf bis sechs Familien mit durchschnittlich neun Jungen zu Winterschwärmen zusammen und verteidigen ein Revier von ungefähr drei Kilometer Durchmesser.

FORTPFLANZUNG:

Sie sind Bodenbrüter, die ihr Nest versteckt in Bodenmulden anlegen und mit Blättern und Halmen auspolstern. Die Henne legt zwischen 9 und 17 weiße, bränlich gefleckte Eier an einer geschützten Stelle in eine flache Erdmulde. Die Brutdauer beträgt 22 bis 23 Tage. wenn die Henne verunglückt übernimmt der Hahn die Aufzucht.

Da die Wachtelküken Nestflüchter sind und sofort nach dem Schlüpfen mit der Futtersuche beginnen ist dies kein Problem. Nach fünfzehn Tagen sind die Küken bereits flügge und besorgen sich Nahrung bereits selbst und mit vier Wochen bereits selbständig..

NAHRUNG:

Sämereien, Grünfutter, in geringem Maße Wirbellose (Würmer, Insekten u.a.)

HALTUNG:

Die Schopfwachtel kann in einer Gemeinschaftsvoliere untergebracht werden, da die fliegenden Mitbewohner in Ruhe gelassen werden. Sie können in einer geräumigen und mit Sträuchern bepflanzten Außenvoliere mit einem gut geschützten Schlag untergebracht werden. Diese Wachtelart ist sehr empfindlich gegen Feuchtigkeit und die Außenvoliere sollte zum Teil überdacht werden. Sie nehmen gerne Sandbäder.

ZUCHT:

Die Henne legt sechs bis zehn Eier an einer geschützten Stelle. Die Eier sind grünlich bis cremefarben mit dunklen Flecken. Die Brutzeit beträgt ungefähr 17 Tage. Die Wachtelküken sind Nestflüchter und folgen der Mutter sofort. Nach vier Wochen besorgen sich die Jungen bereits selbst Nahrung und können von den Eltern getrennt werden.

Als Nahrung eignet sich eine Saatmischung, Grünfutter, lebende Insekten und Universalfutter, ebenso Grit und "Magenkiesel" (Kalkbedarf!). Küken lassen sich mit Insekten, tropischen Sämereien, Aufzucht- und Weichfutter leicht aufziehen.

LITERATUR:

  • Pierandrea Brichetti, Vögel - In Garten, Park und freier Natut, Neuer Kaiser Verlag, Klagenfurt 2002
  • Joseph Forshaw, Vögel - Enzyklopädie der Tierwelt, Orbis Verlag ein Unternehmen der Verlagsgruppe Random House GmbH., München 2003
  • Bernhard Grzimek, Grzimeks Tierleben - Vögel 1, Band 7, Lizenzausgabe für Weltbildverlag, Augsburg 2000
  • Hermann Heinzel, Richard Fitter, John Parslow, Pareys Vogelbuch, Parey Buchverlag Berlin, Berlin - Wien 1996
  • Redaktionsbüro LOOP, Der Brockhaus - Tiere und Pflanzen, F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim 2001
  • Christopher Perrins (Hg.), Vögel der Welt, BLV Verlagsgesellschaft mbH., München 2004
  • Dr. Hans Petzsch, Urania Tierreich - Vögel, Urania Verlag, Berlin 2000
  • Verhoef-Verhallen Esther, Zier-Vögel Enzyklopädie, Edition Dörfler Nebelverlag GmbH., Eggolsheim

Abkürzungen:

Männchen
♂ ♂ Männchen (Mehrzahl)
Weibchen
♀ ♀ Weibchen (Mehrzahl)
ausgestorben, ausgerottet
gefährdet
PK Prachtkleid (Sommer)
SK Schlichtkleid (Winter)
ad. adult (erwachsen)
juv. juvenil (jung)
immat. immatur (heranwachsend)

Einstufungskategorien der IUCN:

  • EX Extinct, ausgestorben: Das letzte Individuum dieses Taxons ist ausgestorben.
  • EW Extinct in the Wild, in freier Natur ausgestorben. Es gibt nur noch Arten dieses Taxons in Menschenobhut (Zoos, Tierparks etc.) bzw. wieder ausgewilderte Tiere
  • CR Critically Endangered, vom Aussterben bedroht. Es ist anzunehmen, dass diese Tierart in unmittelbarer Zukunft in der freien Natur aussterben wird.
  • EN Endangered, stark gefährdet: Es besteht die Gefahr, dass das Taxon in naher Zukunft in der freien Natur aussterben wird.
  • VU Vulnerable, gefährdet. Das Taxon läuft mittelfristig Gefahr, in freier Natur auszusterben.
  • LR Low Risk, Geringe Gefährdung. Ein Taxon, das vermutlich bedroht oder gefährdet ist, aber die Kriterien für CR, VU oder EN nicht erfüllt.
    • CD Conservation dependent, von Schutzmaßnahmen abhängig: Taxa, die durch taxon- oder habitatspezifische Schutzmaßnahmen betreut werden, ohne die sie innerhalb von fünf Jahren in eine der oben genannten Kategorien eingestuft werden müssen.
    • NT Near Threatened, Vorwarnliste: Taxa, die nicht in die Kategorie CD fallen, aber selten und möglicherweise bald gefährdet sind und deshalb auf der Vorwarnliste stehen.
    • LC Least Concern, Bestand noch nicht Besorgnis erregend: Taxa, die in keine der beiden eben genannten Kategorien fallen.