ANIMAL PLANETS - Japanwachtel


Systematik Vögel

Die Japanwachtel (Coturnix japonica) gehört zur Familie der Fasanartigen (Phasianidae) und ist ein Zugvogel.

STECKBRIEF

  • Verbreitung:
    Südostasien
  • Größe:
    ca. 15 cm
  • Gewicht:
    160 - 220 g
  • Gelege:
    8 bis 10 Eier, manchmal auch mehr
  • Brutdauer:
    16 bis 18 Tage
  • Eigewicht:
    12 - 14 g
  • Schutzstatus:

ANATOMIE:

Beim ♂ ist die Kopf- und Kehlzeichnung kontrastreicher als beim ♀. Beide Geschlechter tragen ein braungraues "Tarnkleid". Beim Hahn bilden sich im Winterkleid lanzettförmige Kehlfedern aus. ♂ ist meist kleiner, schlanker und brauner als ♀.

LEBENSWEISE:

Typisch ist der männliche zweisilbige, hässlichere klingende Ruf »kwär prrr« oder »gäkä k-r-r«, der vor allem in den Nachtstunden vorgetragen wird. Während der Brutzeit sind sie oft nur paarweise zusammen und bilden nur für den Zug grössere Schwärme. Sie sind Bodenbewohner, d.h. sie leben und schlafen am Boden. Bei Gefahr verharren sie in geduckter Haltung.

HALTUNG:

Das Weibchen der Harlekinwachtel legt sechs bis acht Eier mit einem Gewicht von rund neun Gramm und eine braune Zeichnung auf hellem Untergrund aufweisen. Die Eigröße beträgt 28,4 x 22,2 mm. Die Brutzeit beträgt 14 bis 16 Tagen. Beide Geschlechter brüten die Eier aus. Die Küken sind Nestflüchter und folgen kurz nach der Geburt der Mutter. Nach rund vier Wochen sind die Jungvögel selbständig.

NAHRUNG:

Als Nahrung eignet sich Mischfutter für Exoten und Kanarien, Wildkräuter, Salat, Zuchini, Gurke, Gras, Grit und "Magenkiesel" (Kalkbedarf!). Tierische Nahrung wird zur Brutzeit genommen.

ZUCHT:

Die Henne legt meist acht Eier an einer geschützten Stelle. Die Eier sind schmutzig-weiß mit bräunlichen Flecken. Die Brutzeit beträgt 16 bis 18 Tage. Die Wachtelküken sind Nestflüchter und folgen der Mutter sofort. Nach vier Wochen besorgen sich die Jungen bereits selbst Nahrung und können von den Eltern getrennt werden. Jungtiere lassen sich mit Insekten, tropischen Sämereien, Aufzuchtfutter und Weichfutter leicht aufziehen.

Das Männchen bewacht zwar das Nest, kümmert sich aber weder um das Gelege noch um die Aufzucht. Es kann bei dieser Wachtelart vorkommen, dass das Weibchen das Gelege nicht ausbrütet und so wird dann eine Brutmaschine benötigt. Für die Auzucht wird dann eine Infrarot-Wärmelampe als Ersatz für die fehlende Mutterwärme herangezogen.

MUTATIONEN:

Es haben sich verschiedene Mutationen aus der Wildform entwickelt, z.B. weiße, rotbraune, bunte oder isabellfarbene Wachtel. Weitere Farbschläge sind wildfarbig, goldsprenkel, gelb, tenebrosus, dunkel, silber, weiß usw. und Dunkel- oder Hellschecken aller Farben.

LITERATUR:

  • Pierandrea Brichetti, Vögel - In Garten, Park und freier Natut, Neuer Kaiser Verlag, Klagenfurt 2002
  • Joseph Forshaw, Vögel - Enzyklopädie der Tierwelt, Orbis Verlag ein Unternehmen der Verlagsgruppe Random House GmbH., München 2003
  • Bernhard Grzimek, Grzimeks Tierleben - Vögel 1, Band 7, Lizenzausgabe für Weltbildverlag, Augsburg 2000
  • Hermann Heinzel, Richard Fitter, John Parslow, Pareys Vogelbuch, Parey Buchverlag Berlin, Berlin - Wien 1996
  • Redaktionsbüro LOOP, Der Brockhaus - Tiere und Pflanzen, F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim 2001
  • Christopher Perrins (Hg.), Vögel der Welt, BLV Verlagsgesellschaft mbH., München 2004
  • Dr. Hans Petzsch, Urania Tierreich - Vögel, Urania Verlag, Berlin 2000
  • Verhoef-Verhallen Esther, Zier-Vögel Enzyklopädie, Edition Dörfler Nebelverlag GmbH., Eggolsheim

Abkürzungen:

Männchen
♂ ♂ Männchen (Mehrzahl)
Weibchen
♀ ♀ Weibchen (Mehrzahl)
ausgestorben, ausgerottet
gefährdet
PK Prachtkleid (Sommer)
SK Schlichtkleid (Winter)
ad. adult (erwachsen)
juv. juvenil (jung)
immat. immatur (heranwachsend)

Einstufungskategorien der IUCN:

  • EX Extinct, ausgestorben: Das letzte Individuum dieses Taxons ist ausgestorben.
  • EW Extinct in the Wild, in freier Natur ausgestorben. Es gibt nur noch Arten dieses Taxons in Menschenobhut (Zoos, Tierparks etc.) bzw. wieder ausgewilderte Tiere
  • CR Critically Endangered, vom Aussterben bedroht. Es ist anzunehmen, dass diese Tierart in unmittelbarer Zukunft in der freien Natur aussterben wird.
  • EN Endangered, stark gefährdet: Es besteht die Gefahr, dass das Taxon in naher Zukunft in der freien Natur aussterben wird.
  • VU Vulnerable, gefährdet. Das Taxon läuft mittelfristig Gefahr, in freier Natur auszusterben.
  • LR Low Risk, Geringe Gefährdung. Ein Taxon, das vermutlich bedroht oder gefährdet ist, aber die Kriterien für CR, VU oder EN nicht erfüllt.
    • CD Conservation dependent, von Schutzmaßnahmen abhängig: Taxa, die durch taxon- oder habitatspezifische Schutzmaßnahmen betreut werden, ohne die sie innerhalb von fünf Jahren in eine der oben genannten Kategorien eingestuft werden müssen.
    • NT Near Threatened, Vorwarnliste: Taxa, die nicht in die Kategorie CD fallen, aber selten und möglicherweise bald gefährdet sind und deshalb auf der Vorwarnliste stehen.
    • LC Least Concern, Bestand noch nicht Besorgnis erregend: Taxa, die in keine der beiden eben genannten Kategorien fallen.