ANIMALS PLANET - Rotwild, Rothirsche


Rotwild
© Günter Havlena: Rotwild
   Quelle: pixelio.de

  • Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla), Owen, 1848
  • Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia), Scopoli, 1777
  • Überfamilie: (Cervoidea), (Goldfuss, 1820) Hay, 1930
  • Familie: Hirsche (Cervidae), (Goldfuss, 1820) Gray, 1821
  • Unterfamilie: Echte Hirsche, Altwelthirsche (Cervinae,
    Plesiometacarpalia
    )
  • Gattung: (Cervus)
  • Art: Rothirsch (Cervus elaphus), Linnaeus, 1758

TAXONOMIE:

Hirsche werden in zwei Gruppen eingeteilt: in Altwelthirsche (Muntiacinae und Cervinae) und Neuwelthirsche (geweihlose Hydropotinae und geweihtragende Capreolinae). Diese Einteilung bezieht sich auf ihre ursprüngliche Heimat und nicht auf ihre heutige Verbreitung. Rothirsche sind in mehreren Unterarten in Eurasien verbreitet. Der Rothirsch (Cervus elaphus) hat 12 Unterarten, während der Wapiti † (Cervus canadensis) 13 Unterarten hat. Er gilt für manche als Unterart von Cervus elaphus. Die im Norden Ostasiens und Nordamerika lebenden Hirsche werden heute als Wapiti als eigenständige Art geführt.Genaue Einteilung folgt daher noch.

Unterarten

Westeuropäischer Rothirsch, (Cervus elaphus elaphus), Linnaeus, 1758
In NW-Europa recht häufig, in den Mittelmeerraum stark zurückgegangen, in Großbritannien recht häufig, aber Vermischung mit nordamerikanischen Wapitis und japanischen Sikahirschen.

Osteuropäischer Rothirsch (Cervus elaphus hippelaphus), Erxleben, 1777
Geweihstangenlänge: 123 cm
Geweihenden: 20
SO-Europa, Balkangebiet; durch Alpen- und Karpatenbogen vom Westeuropäischen Rothirsch getrennt.

(Cervus elaphus affinis),

(Cervus elaphus alashanicus),

(Cervus elaphus asiaticus),

(Cervus elaphus angulatus),

Bucharahirsch (Cervus elaphus bactrianus),
Afghanistan, Kasachstan, Turkmenistan, Usbekistan und Tadschikistan,
IUCN-Status: VU, gefährdet

(Cervus elaphus baicalensis),

Berberhirsch (Cervus elaphus barbarus),
N-Afrika: Algerien, Marokko und Tunesien. In letzter Zeit haben sich die Bestände wieder auf 5000 vergrößert
IUCN-Status:EN, gering gefährdet

(Cervus elaphus canadensis), Erxleben, 1777

Korsischer oder Tyrrhenischer Rothirsch (Cervus elaphus corsicanus),
Korsika und Sardinien. Auf Sardinien leben noch etwa 200 Tiere und auf Korsika war diese Unterart ganz ausgestorben, inzwischen wurden Hirsche von Sardinien eingeführt.
IUCN-Status: EN, stark gefährdet

Kaschmirhirsch oder Hangul (Cervus elaphus hanglu),
Schulterhöhe: 122 bis 127 cm
IUCN-Status: EN,stark gefährdet, es gibt nur etwa 500 Tiere.

(Cervus elaphus hispanicus),

(Cervus elaphus kansuensis),

McNeill's Hirsch (Cervus elaphus macneilli), MacNeill's Red Deer,

Kaukasushirsch oder Kaukasusmaral (Cervus elaphus maral), Gray, 1850 Kaukasus, Anatolien und südlich des Kaspischen Meeres,

Merriam-Lyck (Cervus elaphus merriami),

(Cervus elaphus nannodes),

(Cervus elaphus nelsoni), Bailay, 1935

(Cervus elaphus richardi),

(Cervus elaphus roosevelti),

(Cervus elaphus sibiricus), Sewertzow, 1873

(Cervus elaphus scoticus),
Geweihstangenlänge: 89 cm
Geweihenden: 12

Tien Shan-Rothirsch (Cervus elaphus songaricus),

Shou (Cervus elaphus wallichi),

Isubra (Cervus elaphus xanthopygus),

Jarkandhirsch (Cervus elaphus yarkandensis),
China/Xinjiang, etwa 5.000 leben im Tarimbecken.
IUCN-Status: EN, stark gefährdet.

(Cervus elaphus Cervus x Nippon)

ANATOMIE:

Das Rotwild hat mittelgroße Augen, große, spitze Ohren und große braune Augen mit länglichovaler Pupille. Der schmale Hals, mit der Mähne unter dem Brustkorb, der gerade Rücken, der fliehende Bauch und die schlanken Beine lassen den Hirsch gut aussehen. Die Wirbelsäule ist gerade gestreckt und weist den Rothirsch als Läufertypus aus. Das Männchen trägt auf dem Kopf ein Geweih. Dieses Geweih ist ein starkes Knochengebilde, das auf Stirnbeinauswüchsen, den Rosenstöcken sitzt. Dieser Kopfschmuck fällt jedes Jahr im Spätwinter ab. Das erste Geweih erscheint im Alter von etwa 9 - 10 Monaten. Ab dem 2. Lebensjahr verzweigen sich die Enden der Sprosse, und das Geweih wird mit den Jahren immer schwerer.

Das Hirschgebiss besteht aus 34 Zähnen. Im Oberkiefer finden sich auf jeder Kieferseite je ein Eckzahn und drei Vorbackenzähne (Praemolare) und drei Backenzähne (Molare) und keine Schneidezähne. Der Unterkiefer entspricht im Aufbau dem Oberkiefer. Hier sind zusätzlich je Kieferseite aber noch drei Schneidezähne ausgebildet.

GRÖSSE, GEWICHT etc.:

Länge: 170 - 260 cm
Schulterhöhe: 150 cm
Schwanzlänge: 15 bis 20 cm
Geweihgewicht: 5 bis 25kg, je nach Unterart abhängig
Geweihstangenlänge: Gewicht: ♂ bis 260 kg
Gewicht: ♀ bis 150 kg, ♂ bis zu 340 kg
Das Gewicht des Rotwildes beträgt etwa das doppelte von Damwild.

FELL:

Die rotbraune Färbung seiner Sommerdecke (Fell) hat ihm seinen Namen gegeben. Das Fell wird als Decke bezeichnet und in eine Sommerdecke und eine Winterdecke unterschieden. Im Sommer (Mai/Juni bis September) sind die Tiere rotbraun, oft mit einem schwarzen Aalstrich auf dem Rücken. Zwei Drittel des Jahres (Oktober bis Mai) sind sie graubraun. Zu allen Zeiten haben sie einen gelblich-weißen "Spiegel" am Körperende. Die Kälber werden mit weißen Flecken geboren, die sich im September verlieren

EVOLUTION:

Die unmittelbaren Vorfahren der Gattung Cervus traten erstmals in S-Asien auf. Sie entwickelten sich vor etwa 400.000 Jahren in der waldarmen Kältesteppe Mittelasiens. Von dort breiteten sie sich in westlicher und nordwestlicher Richtung aus und besiedelten Europa.

In einer zweiten Ausbreitungswelle erreichte Cervus Sibirien und über die Beringstraße wanderte er in N-Amerika ein. In den verschiedenen geografischen Regionen entwickelten sich im Laufe der Jahrtausende eigene Unterarten, im Tien-Shan der Tien Shan-Rothirsch (Cervus elaphus songaricus), im Altai der Maral (Cervus elaphus maral), der Isubra-Hirsch (Cervus elaphus xanthopygus), in N-Amerika der Wapiti (Cervus elaphus canadensis) und in Europa der Rothirsch (Cervus elaphus elaphus) auf.

Die zahlreichen Unterarten unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht - im Erscheinungsbild, im Verhalten, in der Geweihausbildung und in den Lautäußerungen bei der Brunft. Gegenüber fast allen anderen Unterarten hat der Europäische Rothirsch zwei Merkmale aufzuweisen, die nur ihm eigen sind: Sein Geweih endet normaler Weise in einer Krone, und sein Brunftschrei ist ein dröhnendes Röhren.

VERBREITUNG:

Rothirsche sind in einer Reihe von Ländern eingeführt worden. Das Verbreitungsgebiet des Rothirsches umfasst Europa, Westasien, Zentralasien und Nordafrika. Zu den Ländern, in denen sich Rothirsche als Neozoon etabliert haben, gehören unter anderem Australien, Argentinien, Chile und Neuseeland. In Argentinien haben sie mehrere Nationalparks erobert und man befürchtet nun, dass das Rotwild Einfluss auf die einheimische Flora und Fauna nimmt und das dadurch möglicherweise ökologische Prozesse gestört werden können. Besonders besorgnis erregend ist der Wettbewerb mit einer endemischen gefährdeten Hirschart, die im südlichen Teilen von Chile und Argentinien beheimatet ist. Darüber hinaus konkurrieren sie mit dem Vieh.

Zu den rothirschreichen Ländern in Europa gehören Großbritannien (Verbreitungsschwerpunkt in Schottland), die Bundesrepublik Deutschland, Österreich und Spanien. Eine hohe Population von Rothirschen sind in Bosnien, Kroatien, Polen, Slowakei, Serbien, Tschechien, Ungarn und Rumänien zu finden. In Belgien, Frankreich, Griechenland, Italien, Irland, die Niederlande sowie Norwegen und Schweden ist nur eine geringe Population vorhanden. Die Bestände auf Korsika und Sardinien gelten als bedroht.

LEBENSRAUM:

Der Rothirsch ist ursprünglich in offenen oder leicht bewaldeten Waldsteppen und Auen beheimatet gewesen. Im dicht besiedelten Teil Mitteleuropas wird der Rothirsch durch die Besiedlung des Menschen in geschlossene Waldgebiete zurückgedrängt. Sie gelten als anpassungsfähig und können auch in Gegenden mit nahrungsarmen Waldgebieten oder nahezu baumfreier Landschaft, wie etwa in Schottland, in den kalten Hochlagen der Alpen, in den feuchten Flussauen Südosteuropas und in den heißen und trockenen Tiefebenen Spaniens, gut überleben.

LEBENSWEISE:

Die Tiere sind vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Die soziale Tiere, die sich in Trupps oder Rudeln zusammenschließen sind standorttreu, d.h. sie verlassen ihr Einstandsgebiet nur dann, wenn sie sich gestört fühlen.

Die Population der einzelnen Rudel ist vom Lebensraum abhängig. In Europa kommen Rotwildrudel vor die 200 Tiere umfassen und die Wapitis in Nordamerika bilden sogar Rudel mit mehr als 1000 Tieren.

Adulte Tiere leben von der Brunftzeit abgesehen in jeweils nach Geschlechtern getrennten Rudeln, dem Kahlwild- und dem Hirschrudel.

Das Kahlwildrudel setzt sich in der Regel aus mehreren Mutterfamilien zusammen, die jeweils aus einem Alttier, einem Jährling und einem Kalb bestehen.

Das Hirschrudel bestehen nur aus männlichen Tieren und sind in ihrer Zusammensetzung instabiler als Kahlwildrudel. Sehr alte Hirsche leben auch einzelgängerisch.

FORTPFLANZUNG:

In Mitteleuropa beginnt die Paarungszeit Anfang September und dauert fünf bis sechs Wochen, während in Schottland und im Alpenhochland die Brunft erst im Oktober einsetzt. Geschlechtsreife vom Weibchen beginnt mit 1 oder 2 Jahren. Männchen erreichen ihre maximale Entwicklung in 12 - 14 Jahren. Anzahl der Jungen pro Wurf: 1, selten 2. Das Geburtsgewicht beträgt 6 bis 8 Kilo. Tragzeit: 230 - 240 Tage

NAHRUNG:

Der Rothirsch ist wie viele andere Pflanzenfresser auch Wiederkäuern und weidet am liebsten Gräser und Kräuter auf offenen Flächen ab. Täglich nehmen Rothirsche zwischen acht und zwanzig Kilogramm Grünäsung zu sich. Sie ernähren sich weiters von Baumrinde, Rüben, Kartoffeln, Eicheln, Bucheckern, Kastanien, Obst, verschiedene Pilze, Moos, Flechten, Heidekraut, Knospen und junge Zweige von Bäumen und Sträuchern gehören gleichfalls zu seinem Nahrungsspektrum.

FEINDE:

Zu seinen Feinden gehören der Wolf, Luchs, Bären, Wildkatzen, Uhu, Steinadler:

LEBENSERWARTUNG:

Lebensdauer in freier Wildbahn in beiden Geschlechtern beträgt 15 - 20 Jahre. In Gefangenschaft werden Rothirsche etwa bis zu 20 bis 25 Jahre alt.

DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH UND SCHWEIZ:

Rotwild in Deutschland in freier Wildbahn tagsüber ungestört beobachten zu können, gibt es leider nur noch sehr selten. Allerdings bieten zahlreiche Wildgehege und ähnliche Einrichtungen diese Tierart einmal aus der Nähe beobachten zu können. Alle Nationalparke, bis auf die Wattenmeer-Nationalparke, haben Rotwild in ihrem Gebiet und mit etwas Glück kann man dort Hirsche sehen oder hören.

In Österreich ist Rotwild die größte freilebende Wildart und zum Schutz des Waldes werden in Regionen mit starkem Schneefall ca. 50 Rothirsche auf etwa 10 Hektar in einen Wintergatter gehalten. Dieser besteht im Idealfall zu etwa 50 Prozent aus Wald und Wiesenflächen. Durch Fütterung wird das Wild auf diese Flächen gelockt, dann eingegattert und bis zum nächsten Frühjahr dort mit Futter versorgt.Der Rothirsch hat er sein Siedlungsareal in den letzten Jahrzehnten ausgedehnt. In der Schweiz galt der Rothirsch um 1850 bereits als ausgerottet. Über die Alpenpässe wanderten sie in den folgenden Jahrzehnten wieder ein. Um 1925 hatte sich der Bestand bereits soweit erholt, dass die Tiere in Graubünden als Plage angesehen wurden.

IUCN-Status

LR, "gering gefährdet"
Der Rothirsch ist momentan sicher nicht gefährdetet Art im engeren Sinne. Als wandernde Tierart ist der Rothirsch durch anhaltende Verinselung dieser Subpopulationen über viele Generationen hinweg, insbesondere aufgrund agrarpolitischer Vorgaben und von der Zersiedelung und einer zunehmenden Zerschneidung der Landschaft durch Straßenbau betroffen.

ANMERKUNG

Wapiti und die zentralasiatischen Rothirsche wurden gemeinsam mit dem Rothirsch einer Art zugerechnet. Heute werden sie als eigenständige Art geführt. Wapitis sind im Norden Ostasiens und Nordamerika lebenden Hirsche. Sie sind ebenfalls oben noch als Unterart angeführt. Rothirsche gehören zum Hochwild. Sie gehören zu den meist gejagten Tieren. In der Jägersprache entstanden Begriffe wie Zwölfender, führenede Alttier, Decke, Lauschern, Wedel etc. Rothirsch und Reh haben nichts miteinander zu tun, sie sind in etwa so entfernt miteinander verwandt wie Gans und Ente.

FACHBEGRIFFE

"Rothirsch" ist die Artbezeichung und meint alle Tiere dieser Art. Das weibliche Tier wird als Rottier, Hirschkuh, Hinde oder Hindin bezeichnet. Bei Kahlwild (nur im Plural) spricht man von weiblichen Tieren und ihren Kälbern. Das Jungtier wird als Kalb bezeichnet. Als Alttier wird ein Weibchen, das bereits ein Kalb geworfen oder in der Fachsprache "gesetzt" hat, genannt. Ein "führendes Alttier" wird von einem diesjährigen Kalb begleitet. Als Schmaltiere weiden weibliche Rothirsche im zweiten Lebensjahr bezeichnet, die nicht tragend sind und keinen Nachwuchs haben.

Männliche Rothirsche werden nach der Endenzahl ihrer Geweihstangen unterschieden. Ein Rothirsch bei dem mindestens eine Geweihstange sechs Enden oder Sprossen aufweist, nennt man "Zwölfender" Ist dies bei beiden Geweihstangen der Fall, spricht man von einem "geraden Zwölfender", hat eine Stange weniger Enden, von einem "ungeraden". Die Geweihstangen befinden sich auf einem kurzen sogenannten "Rosenstock". "Spießer" werden junge männliche Hirsche genannt, deren Geweih noch keine Verästelungen aufweisen.

Das Fell wird als Decke bezeichnet und in eine Sommerdecke und eine Winterdecke unterschieden. Die Augen nennt man "Lichter", die Bezeichnung für die Ohren ist "Lauscher" und "Wedel" der Schwanz. Die Paarungszeit ist die "Brunft", in der das "Röhren" der Hirsch weithin zu hören ist.

WAPITI †:

Verbreitung: Westen Nordamerikas, Tien Shan-Gebirge bis Mandschurei und Mongolei, Ganshu, China.
Lebensraum: Grasrand, Waldrand, zieht im Sommer in höhere Lagen.
Allgemeines: Er gilt für manche als Unterart von Cervus elaphus. 13 Unterarten.
Fell: Im Sommer rötlichbraun, Kopf und Beine dunkler, im Winter dunkler mit grauem Unterkörper, heller Fleck am Rumpf, Jungtiere gefleckt.
Schulterhöhe: 130 bis 152 cm
Geweihende: 12
Geweihstangenlänge: 100 cm
Gewicht: 240 bis 454 kg, ♀ kleiner als ♂
Tragzeit: 249 bis 262 Tage

Abkürzungen:

Männchen
♂ ♂ Männchen (Mehrzahl)
Weibchen
♀ ♀ Weibchen (Mehrzahl)
ausgestorben, ausgerottet
gefährdet
PK Prachtkleid (Sommer)
SK Schlichtkleid (Winter)
ad. adult (erwachsen)
juv. juvenil (jung)
immat. immatur (heranwachsend)

Einstufungskategorien der IUCN:

  • EX Extinct, ausgestorben: Das letzte Individuum dieses Taxons ist ausgestorben.
  • EW Extinct in the Wild, in freier Natur ausgestorben. Es gibt nur noch Arten dieses Taxons in Menschenobhut (Zoos, Tierparks etc.) bzw. wieder ausgewilderte Tiere
  • CR Critically Endangered, vom Aussterben bedroht. Es ist anzunehmen, dass diese Tierart in unmittelbarer Zukunft in der freien Natur aussterben wird.
  • EN Endangered, stark gefährdet: Es besteht die Gefahr, dass das Taxon in naher Zukunft in der freien Natur aussterben wird.
  • VU Vulnerable, gefährdet. Das Taxon läuft mittelfristig Gefahr, in freier Natur auszusterben.
  • LR Low Risk, Geringe Gefährdung. Ein Taxon, das vermutlich bedroht oder gefährdet ist, aber die Kriterien für CR, VU oder EN nicht erfüllt.
    • CD Conservation dependent, von Schutzmaßnahmen abhängig: Taxa, die durch taxon- oder habitatspezifische Schutzmaßnahmen betreut werden, ohne die sie innerhalb von fünf Jahren in eine der oben genannten Kategorien eingestuft werden müssen.
    • NT Near Threatened, Vorwarnliste: Taxa, die nicht in die Kategorie CD fallen, aber selten und möglicherweise bald gefährdet sind und deshalb auf der Vorwarnliste stehen.
    • LC Least Concern, Bestand noch nicht Besorgnis erregend: Taxa, die in keine der beiden eben genannten Kategorien fallen.

LITERATUR:

  • Macdonald David (Hg.), Die große Enzyklopädie der Säugetiere, KÖNEMANN in der Tandem Verlag GmbH, Königswinter 2004
  • Redaktionsbüro LOOP, Der Brockhaus - Tiere und Pflanzen, F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim 2001