ANIMALS PLANET - Trampeltier (Zweihöckriges Kamel)


Kamel
© Ernst Rose: Kamel
   Quelle: pixelio.de

Linné beschrieb das Trampeltier erstmals 1758 und weil er annahm, es stamme aus Baktrien (heute: Gebiet an der afghanisch-russischen Grenze), bekam es den wissenschaftlichen Namen Camus bactrianus.

1878 begegnete der Russe Przewalski dem Wildkamel und gab diesen den Namen Camus ferus.

Das Wildkamel war einst in den Trockengebieten Innerasiens beheimatet, heute lebt es vorallem in der Mongolei (transaltaischen Gobi), China, am Lob-Nor und in der Wüste Takla-Makan (Kaschgarien). Vom Trampeltier sind drei Rassen bekannt: das astrachanische, das burjat-mongolische und das kasachische Trampeltier.

Trampeltier
© guedo: Trampeltier
   Quelle: pixelio.de

Die Lebensräume der Trampeltiere sind Wüsten, Halbwüsten und Grassteppen und auch im Gebirge zwischen fünfzehnhundert und zweitausend Meter sind sie anzutreffen. Trampeltiere sind im Gegensatz zum Dromedar kälteunempfindlich. Im Sommer kann es bis zu fünfzig Grad heiß werden und im Winter sinkt die Temperatur bis zu zirka 30 Grad unter dem Gefrierpunkt.
So findet man sie im Sommer in den Trockentälern und in Gebieten, wo hauptsächlich Gräser, Kräuter aber auch dornige oder salzhaltige Pflanzen reichlich vorkommen. Im Winter sind sie in der Nähe von Oasen anzutreffen.

Das Hauskamel hat gegenüber dem Wildkamel eine plumpere und schwerere Form. Kälte und Wärme macht dem Tier nichts aus, doch Nässe kann es nicht vertragen.

STECKBRIEF Zweihöckriges Kamel (Trampeltier):

  • Wissenschaftlicher Name:
    Camelus bactrianus
  • Verbreitung:
    Mongolei, Turkestan, Westsibirien, Transkapien, Kleinasien, Iran, Afghanistan
  • Lebensraum:
    Wüsten, Halbwüsten, Grassteppen
  • Lebensweise:
    tagaktiv, zumeist in Haremsgruppen (einem Männchen, mehrere Weibchen und dem gemeinsamen Nachwuchs
  • Körper+Höckerhöhe:
    190-230 cm
  • Schwanzlänge:
    35-55 cm
  • Merkmale:
    Kurze Ohren; schmale, konische Höcker, kleine Füße, keine Hornschwielen an Brust- und Beingelenken
  • Fell:
    Farbe einheitlich hell- bis dunkelbraun; im Sommer kurz mit spärlicher Mähne an Kinn, Schultern, Halsunterseite, Keulen und Höckern; das Winterfell ist länger, dichter und dunkler.
  • Gewicht:
    450-650 kg
  • Länge:
    2,5 - 2,9 m
  • Fortpflanzung:
    Tragzeit 390 bis 410 Tage, in der Regel ein einzelnes Jungtier
  • Nahrung:
    Pflanzenfresser, hauptsächlich Gräser, auch dornige oder salzhaltige Pflanzen
  • Lebenserwartung:
    40-50 Jahre
  • IUCN-Status:
    Stark gefährdet

Literatur:

  • Macdonald David (Hg.), Die große Enzyklopädie der Säugetiere, KÖNEMANN in der Tandem Verlag GmbH, Königswinter 2004
  • Redaktionsbüro LOOP, Der Brockhaus - Tiere und Pflanzen, F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim 2001
  • Bernhard Grzimek, Grzimeks Tierleben - Säugetiere 4, Band 13, Lizenzausgabe für Weltbildverlag, Augsburg 2000
  • Dr. Hans Petzsch, Urania Tierreich - Säugetiere, Urania Verlag, Berlin 2000

LITERATUR:

  • Macdonald David (Hg.), Die große Enzyklopädie der Säugetiere, KÖNEMANN in der Tandem Verlag GmbH, Königswinter 2004
  • Redaktionsbüro LOOP, Der Brockhaus - Tiere und Pflanzen, F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim 2001
  • Bernhard Grzimek, Grzimeks Tierleben - Säugetiere 4, Band 13, Lizenzausgabe für Weltbildverlag, Augsburg 2000
  • Dr. Hans Petzsch, Urania Tierreich - Säugetiere, Urania Verlag, Berlin 2000
  • Redaktionsbüro LOOP, Der Brockhaus - Tiere und Pflanzen, F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim 2001