ANIMALS PLANET - Wolf (Canis lupus)


Wolf
© Peter Reinäcker | pixelio.de

  • Klasse: Säugetiere (Mammalia)
  • Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
  • Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
  • Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
  • Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
  • Familie: Hunde (Canidae)
  • Tribus: Echte Hunde (Canini)
  • Gattung: Wölfe (Canis)
  • Art: Wolf (Canis lupus), Linnaeus, 1758

BEZEICHNUNG IN:

Albanisch: Ujku
Dänisch: Ulv
Englisch: Grey wolf, timber wolf, tundra wolf, plains wolf, Mexican wolf, Arctic wolf
Estnisch: hunt, Susi
Färöisch: Ulvur Fjallúvur
Finnisch: Susi
Französisch: Loup
Isländisch: Úlfur
Italienisch: Lupo
Kroatisch: Vuk
Lettisch: Vilks
Litauisch: Vilkas
Maltesisch: Lupu
Niederländisch: Wolf
Norwegisch: Ulv
Polnisch: Wilk
Portugisich: Lobo
Rumänisch: Lup
Russisch: Wilk
Schwedisch: Varg
Slovenisch: Volk
Slowakisch: Vlk
Spanisch: Lobo
Tschechisch: Vlk
Türkisch: Kurt
Ungarisch: Farkas

Eingeborenennamen (USA):
Araphao: haqihana
Caddo: tasha
Navaho: maicoh
Nunamiut: amaguk

TAXONOMIE

Hunde entstanden in N-Amerika im Eozän vor 55 bis 34 Millionen Jahren. Aus jener Zeit sind fünf fossile Gattungen bekannt. Die Vorfahren aller Raubtiere, den Miacoiden, teilen sie den lang gestreckten Körper und die kurzen Beine.
Im Oligozän (vor 34 bis 24 Mill. Jahren) gab es bereits 19 Gattungen und 42 im Miozän (vor 24 bis 5 Mill. Jahren). Der Wolf (Canis lupus) tauchte vor etwa 450.000 bis 380.000 (300.000) Jahren im späten Pleistozän auf.

In der Familie Canidae gibt es 2 Arten in der Gattung Canis: Den Wolf (Canis lupus) und den Rotwolf (Canis rufus). Es gibt bis zu 37 Unterarten vom Wolf, von denen alleine in der Nearktis ("Neuen Welt") über 20 Unterarten vorkommen. [Novak, 1983]

Haushund, sowie Neuguinea-Dingo und australischer Dingo sind durch Domestizierung entstandene Unterarten des Wolfs.

KURZBESCHREIBUNGEN der UNTERARTEN:

Im Laufe meiner Recherchen gefundene Unterarten mit Kurzbeschreibung und IUCN-Status.

Europäischer Wolf, Eurasischer Wolf (Canis lupus lupus)
Europa, Skandinavien, Russland, China, Mongolei, Himalaya, Wälder von Europa und Asien, mittelgroß mit kurzem, dunklem (graubraunes) Fell, die am weitesten verbreitete Unterart Europas und Asiens, geschätzte Anzahl: 100.000,
Gewicht: 22 - 80 kg
Länge: 0,8 - 1,6 m
Schwanzlänge: 32 - 48 cm
IUCN-Status: nicht gefährdet, teilweise geschützt.

Alaska Tundra Wolf (Canis lupus tundrorum)
N-Amerika, groß mit langem, hellen Fell.

Amerikanischer Grauwolf, Timberwolf (Canis lupus lycaon) - Schreber, 1775
Einst in N-Amerika häufig, jetzt in SO-Kanada und östliche USA (Michigan, Wisconsin und Minnesota), jetzt nur noch in dünn besiedelten Gebieten, lebt in Nadelwäldern, eine der grösseren Unterarten des Wolfes und hat selbst wieder 12 Unterarten (Unterunterarten), meist graues Fell, Fellfarbe sehr variabel; der East-Timberwolf lebt in den östlichen Gebieten der USA. ⇒ Unterunterarten des Timberwolfes. IUCN-Status: gefährdet.

Arabischer Wolf (Canis lupus arabs) - Pocock, 1934
Saudi-Arabien, Jemen, Oman, eine sehr kleine Unterart (Gewicht 18 - 20 kg); normalerweise braun mit kurzem, dünnem Fell; wird als Schädling verfolgt, selten zu beobachten. Sie leben nicht in großen Rudeln zusammen, jagen aber in Gruppen mit bis zu vier Tieren. IUCN-Status: vom Aussterben bedroht, rückläufig

Arktischer Wolf (Canis lupus arctos)
NW-Amerika, sehr große Unterart, Fell von weiß über grau bis schwarz, wird mit dem Polarwolf gleichgesetzt.

Ägyptischer Wolf (Canis lupus lupaster) - Pocock, 1934
Nordafrika (Horn von Afrika), kleine, schlanke Unterart; meist ein silbernes bis meliertes grau oder braun, sehr selten anzutreffen. UCN-Status: vom Aussterben bedroht

Äthiopischer Wolf (Canis lupus simensis)
Äthiopien (Hochland), wegen seiner äußerlichen Ähnlichkeit wurde er früher als Äthiopischer Schakal. Die Nahrung besteht zu mehr als 95% aus Mäusen und Ratten. Der tagaktive Wolf lebt in einem rudel mit bis zu 13 Tieren, jagt jedoch einzeln. IIUCN-Status: geschützt, stark gefährdet rückläufig.
Gewicht: 15 - 19 kg
Länge: 85 - 95 cm
Schwanzlänge: 27 - 35 cm
Weitere gefundene Bezeichnung: Canis simensis

Banks Island Tundra Wolf (Canis lupus bernardi) - Anderson, 1943
Nordwestliches Gebiet von Banks Island; weißes Fell, auf dem Rücken schwarze Spitzen; große Unterart, IUCN-Status:

Baffin Island Tundra Wolf (Canis lupus manningi)- Anderson, 1943
Baffin Island, der kleinste arktischer Wolf. IUCN-Status:

Greenland Wolf (Canis lupus orion) - Pocock, 1935
IUCN-Status: ausgestorben

Hokkaido-Wolf (Canis lupus hattai) - Kishida, 1931
Japanische Insel Hokkaido und Sachalin, kleinere Unterart, gilt als die kleinste bekannte Unterart; seit 1889 durch menschliche Ausrottungsversuche (Gift) ausgestorben, IUCN-Status: ausgestorben

Honshu-Wolf (Canis lupus hodophilax) - Temminck, 1839
Japanische Inseln Honshu, Shikoku und Kyushu, 1889 aufgrund von Nachstellungen mit Gift ausgerottet, IUCN-Status: ausgestorben

Hudson Bay Wolf (Canis lupus hudsonicus) - Goldman, 1941
Nördlich und westlich der Hudson Bay, helles Fell, mittelgroß. IUCN-Status:

Indischer Wolf, Pallipeswolf (Canis lupus pallipes) - Sykes, 1831
Ehemals in Iran, Afghanistan, Pakistan, heute nur noch in Indien, sehr kleine Unterart, typischerweise gelbbraun, sandfarben, oder rötlich mit sehr kurzem, dichten Fell, als Schädling verfolgt, IUCN-Status: stark gefährdet, rückläufig

Italienischer Wolf (Canis lupus italicus) - Altobello 1921
Italienische Halbinsel (Apenninen von Kalabrien bis Ligurien, das Piemont sowie die Westalpen), französische Alpen; mittelgroß, Schulterhöhe von bis zu 70 cm, Gewicht: 28 - 36 kg, ; Färbung variabel, eine ausgeprägte Schwarzfärbung an der Vorderseite der Vorderläufe. Er stand 1970 kurz vor der Ausrottung, seit 1976 unter Schutz. IUCN-Status: stark gefährdet, geschützt

Kaspischer Wolf, Kaukasischer Wolf (Canis lupus cubanensis)
Kaukasus und angrenzende Gebiete der Türkei und Iran; zwischen Schwarzem und Kaspischen Meer, relativ klein; als Schädling verfolgt, stark gefährdet, rückläufig

Kenai Pensisula Wolf (Canis lupus alces) - Goldman, 1941
Alaska, sehr groß. IUCN-Status: ausgestorben

Mackenzie Tundra Wolf (Canis lupus mackenzii) - Anderson, 1943
Alaska, arktische Küste westlich des Mackenzie-River und südlich vom Great Bear Lake, IUCN-Status:

Mexikanischer Wolf (Canis lupus baileyi) - Nelson & Goldman 1929
Zentral-Mexiko, West-Texas, südliches Neu Mexiko und Arizona, kleinere Unterart, meist gelbbraun, ocker- oder rostfarben, lange Beine, schlanker Körper, Gewicht 23 - 41 kg, Körpergröße von 65 - 80 cm, 1998 in Arizona wieder eingeführt, Anzahl der wildlebenden Tiere: 35 - 50, in Gefangenschaft leben etwa 300. Das Habitat des Mexikanischen Wolfes beinhaltet Steppen, Grasland und Wälder höherer Lagen. IUCN-Status: vom Aussterben bedroht und geschützt

Neufundland Wolf (Canis lupus beothucus) - Allen & Barbour, 1937
weißes Fell, mittlerer Größe, IUCN-Status: ausgestorben

Polarwolf, Weißwolf, Melville Island Wolf (Canis lupus arctos) - Pocock, 1935
Kanadische Arktis (von Melville Island bis Ellesmere Island) und Grönland, mittelgroß weiß oder cremeweiß, mit langem Fell, selten zu sehen, IUCN-Status: nicht gefährdet

Russischer Wolf, Sibirischer Wolf (Canis lupus communis)
Zentral-Russland, sehr große Unterart,wird legal bejagt. IUCN-Status: nicht gefährdet, rückläufig

Steppenwolf (Canis lupus campestris) - Dwigubski, 1804
Steppen und Wüsten Zentralasiens, klein, mit kurzem, groben, rötlich-grau bis graubraunes Fell, häufig anzutreffen. IUCN-Status: nicht gefährdet

Tibetischer Wolf, Tibetanischer Wolf (Canis lupus laninger) - Hodgson, 1847
Südwestrussland, Tibet, der Mongolei und Zentralchina, langes Fell; mittlerer Körpergröße.

Tundrawolf (Canis lupus albus) - Kerr, 1792
Nördliches Russland, Sibirien, relativ groß (65 - 80 cm) mit langem, hellen (cremeweiß oder grau) Fell; wird häufig mit dem Arktiswolf verwechselt. Sie jagen Rentiere, Elche, Hirsche und Rehe. IUCN-Status: nicht gefährdet.

Vancouver Island Wolf (Canis lupus crassodon) - Hall, 1932
Kanada (Vancouver Island), grauschwarzes Fell, mittelgroß. IUCN-Status:

 

Unterunterarten des Timberwolfes:

Alexander Archipelago Wolf (Canis lupus ligoni) - Goldman, 1937
Nordamerika, kurzes, schwarzes Fell mit grauem Unterfell. IUCN-Status:

Britisch Columbian Wolf, Kanadischer Küstenwolf (Canis lupus columbianus) - Goldman, 1941
Kanada (Britisch Columbia), Fell grau bis schwarz, sehr groß, Gewicht bis zu 65 kg. IUCN-Status:

Cascade Mountains Wolf (Canis lupus fuscus) - Richardson, 1839
zimtfarbenes Fell. IUCN-Status: vermutlich ausgestorben

(Canis lupus griseoalbus) - Baird, 1858
Kanada (Zentral-Manitoba und im nördlichem Saskatchewan), Existenz bis heute nicht bewiesen, es wird vermutet, dass es sich um dieselbe Unterart Great Plains Wolf handelt. IUCN-Status:

Interior Alaskan Wolf (Canis lupus pambisileus) - Elliot, 1905
Alaska (im Zentrum), große Unterart, IUCN-Status:

Labrador Wolf (Canis lupus labradorius) - Goldman, 1937
Kanada (N-Quebec, Labrador Island), variables (dunkelgrau bis fast weißes) Fell. IUCN-Status:

Mackenzie-Wolf, Rocky Mountain Wolf, Mackenzie Valley Wolf (Canis lupus occidentalis) - Richardson, 1829
Alaska, nördliche Rocky Mountains, W- und Zentralkanada, sehr große Unterart, meist schwarz oder ein gemischtes grau oder braun, weiß, allerdings ist das gesamte Farbspektrum vertreten, Vertreter dieser Unterart wurden 1995 im Yellowstone-Nationalpark und in Idaho wiedereingeführt, IUCN-Status: nicht gefährdet

Mogollon Mountain Wolf (Canis lupus mogollonensis) - Goldman, 1937
USA (Zentral-Arizona, Neu-Mexico), IUCN-Status: ausgestorben

Nebraskawolf, Büffelwolf, Great Plains oder Buffalo Wolf (Canis lupus nubilus) - Say, 1823
Er folgte früher in N-Amerika (südliche Rocky Mountains, Mittlerer Westen, O- und NO-Kanada, südwestlichstes Kanada [südlichen Manitoba und Saskatchewan] und SO-Alaska) den großen Bisonherden durch die Prärie; schwerste bekannte Unterart (Gewicht mehr als 90 kg); er gilt seit 1926 als ausgestorben. IUCN-Status: ausgestorben

Northern Rocky Mountain Wolf (Canis lupus irremotus) - Goldman, 1937
In USA ausgestorben, in Kanada (S-Alberta) noch Population vorhanden, IUCN-Status: ausgestorben (?)

Southern Rocky Mountain Wolf (Canis lupus youngi) - Goldman, 1937
USA (Bergregionen von Utah, Nevada und Colorado). IUCN-Status: ausgestorben

Texas Grey Wolf (Canis lupus monstrabilis) - Goldman, 1937
Texas und Nord-Mexiko), grauschwarzes Fell, klein. IUCN-Status: 1937 als eigene Unterart entdeckt, gilt sie bereits als ausgestorben.

 

Weitere Unterarten des Wolfes:
Haushund (Canis lupus familiaris)

Neuguinea-Dingo (Canis lupus hallstrom)
New Guinea Singing Dog, Hallstrom-Hund, Urwalddingo, Singing dog, Chien de Hallstrom, Neuguineahund Sein Hauptverbreitungsgebiet ist Neu Guinea und Papua-Neuguinea.

Australischer Dingo (Canis lupus dingo) - Meyer, 1793
Der Dingo ist ein australischer Wildhund, der von Haushunden abstammt, aber seit Jahrtausenden wieder wild lebt. Rötliche oder gelbliche Fellfarbe mit weißer Schwanzspitze und großen, weißen Pfoten, kurzes Fell. Seitdem Wildkaninchen eingeschleppt wurde, jagt er diese und verzichtet auf die anstrengende jagd auf Kängurus.
Kopf-Rumpf-Länge: 90 - 120 cm
Schwanzlänge: 35 - 40 cm
Gewicht: ca. 12 - 19 kg

EINTEILUNG der UNTERARTEN nach WILSON & REEDER, 2005

  • (Canis lupus alces) - Goldman, 1941
  • (Canis lupus arabs) - Pocock, 1934 - arabische Halbinsel
  • (Canis lupus columbianus) - Goldman, 1941 - Kanada
  • (Canis lupus crassodon) - Hall, 1932 - Kanada
  • (Canis lupus floridanus) - Miller, 1912
  • (Canis lupus fuscus) - Richardson, 1839
  • (Canis lupus gregoryi) - Goldman, 1937
  • (Canis lupus griseoalbus) - Baird, 1858
  • (Canis lupus hattai) - Kishida, 1931
  • (Canis lupus hodophilax) - Temminck, 1839
  • (Canis lupus irremotus) - Goldman, 1937
  • (Canis lupus ligoni) - Goldman, 1937
  • (Canis lupus mackenzii) - Anderson, 1943 - Arktis
  • (Canis lupus manningi) - Anderson, 1943 - Baffin Island
  • (Canis lupus mogollonensis) - Goldman, 1937
  • (Canis lupus monstrabilis) - Goldman, 1937
  • (Canis lupus pambasileus) - Elliot, 1905 - Alaska
  • (Canis lupus rufus) - Audubon & John Bachman, 1851
  • Alaska Tundra Wolf (Canis lupus tundrarum) - Miller, 1912 - Arktis
  • Gemeiner Wolf (Canis lupus lupus) - Linnaeus, 1758 - Europa
  • Greenland Wolf (Canis lupus orion) - Pocock, 1935
  • Kanadischer Wolf (Canis lupus hudsonicus) - Goldman, 1941 - Hudson Bay
  • Labrador Wolf (Canis lupus labradorius) - Goldman, 1937 - Kanada
  • Mackenzie Valley Wolf (Canis lupus occidentalis) - Richardson, 1829 - Nordamerika
  • Mexikanischer Wolf (Canis lupus baileyi) - Nelson & Goldman, 1929 - Mexiko
  • Mongolischer Wolf (Canis lupus chanco) - Gray, 1863 - Mongolei
  • Pallipeswolf (Canis lupus pallipes) - Sykes, 1831 - Indien
  • Polarwolf (Canis lupus arctos) - Pocock, 1935 - Arktische Inseln
  • Steppen Wolf (Canis lupus campestris) - Dwigubski, 1804 - Zentralasien
  • Timberwolf (Canis lupus lycaon) - Schreber, 1775 - Nordamerika
  • Tundra Wolf (Canis lupus albus) - Kerr, 1792 - Skandinavien
  • Tundra Wolf (Canis lupus bernardi) - Anderson, 1943 - Banks Island
  • † Buffalo Wolf (Canis lupus nubilus))- Say, 1823
  • † Neufundland Wolf (Canis lupus beothucus)- Allen & Barbour, 1937
  • † Southern Rocky Mountain Wolf (Canis lupus youngi)- Goldman, 1937
  • Dingo (Canis lupus dingo)) - Meyer, 1793 - Australien
  • Haushund (Canis lupus familiaris)- Linnaeus, 1758

SYNONOME der UNTERARTEN nach WILSON & REEDER, 2005

Die Unterarten des Wolfes sind nach Wilson & Reeder unter zahlreichen Synonymen:
  • Canis lupus lupus
    altaicus (Noack, 1911), argunensis (Dybowski, 1922), canus (de Sélys Longchamps, 1839), communis (Dwigubski, 1804), deitanus (Cabrera, 1907), desertorum (Bogdanov, 1882), flavus (Kerr, 1792), fulvus (de Sélys Longchamps, 1839), italicus (Altobello, 1921), kurjak (Bolkay, 1925), lycaon (Trouessart, 1910), major (Ogérien, 1863), minor (Ogerien, 1863), niger (Hermann, 1804), orientalis (Wagner, 1841), orientalis (Dybowski, 1922) und signatus (Cabrera, 1907)
  • Canis lupus albus
    dybowskii (Domaniewski, 1926), kamtschaticus (Dybowski, 1922) und turuchanensis (Ognev, 1923)
  • Canis lupus chanco
    coreanus (Abe, 1923), dorogostaiskii (Skalon, 1936), ekloni (Przewalski, 1883), filchneri (Matschie, 1907), karanorensis (Matschie, 1907), laniger (Hodgson, 1847), niger (Sclater, 1874) und tschiliensis (Matschie, 907)
  • Canis lupus dingo
    antarcticus (Kerr, 1792), australasiae (Desmarest, 1820), australiae (Gray, 1826), dingoides (Matschie, 1915), macdonnellensis (Matschie, 1915), novaehollandiae (Voigt, 1831), papuensis (Ramsay, 1879), tenggerana (Kohlbrugge, 1896), harappensis (Prashad, 1936) und hallstromi (Troughton, 1957
  • Canis lupus familiaris
    aegyptius (Linnaeus, 1758), alco (C. E. H. Smith, 1839), americanus (Gmelin, 1792), anglicus (Gmelin, 1792), antarcticus (Gmelin, 1792), aprinus (Gmelin, 1792), aquaticus (Linnaeus, 1758), aquatilis (Gmelin, 1792), avicularis (Gmelin, 1792), borealis (C. E. H. Smith, 1839), brevipilis (Gmelin, 1792), cursorius (Gmelin, 1792), domesticus (Linnaeus, 1758), extrarius (Gmelin, 1792), ferus (C. E. H. Smith, 1839), fricator (Gmelin, 1792), fricatrix (Linnaeus, 1758), fuillus (Gmelin, 1792), gallicus (Gmelin, 1792), glaucus (C. E. H. Smith, 1839), graius (Linnaeus, 1758), grajus (Gmelin, 1792), hagenbecki (Krumbiegel, 1950), haitensis (C. E. H. Smith, 1839), hibernicus (Gmelin, 1792), hirsutus (Gmelin, 1792), hybridus (Gmelin, 1792), islandicus (Gmelin, 1792), italicus (Gmelin, 1792), laniarius (Gmelin, 1792), leoninus (Gmelin, 1792), leporarius (C. E. H. Smith, 1839), major (Gmelin, 1792), mastinus (Linnaeus, 1758), melitacus (Gmelin, 1792), melitaeus (Linnaeus, 1758), minor (Gmelin, 1792), molossus (Gmelin, 1792), mustelinus (Linnaeus, 1758), obesus (Gmelin, 1792), orientalis (Gmelin, 1792), pacificus (C. E. H. Smith, 1839), plancus (Gmelin, 1792), pomeranus (Gmelin, 1792), sagaces (C. E. H. Smith, 1839), sanguinarius (C. E. H. Smith, 1839), sagax (Linnaeus, 1758), scoticus (Gmelin, 1792), sibiricus (Gmelin, 1792), suillus (C. E. H. Smith, 1839), terraenovae (C. E. H. Smith, 1839), terrarius (C. E. H. Smith, 1839), turcicus (Gmelin, 1792), urcani (C. E. H. Smith, 1839), variegatus (Gmelin, 1792), venaticus (Gmelin, 1792) und vertegus (Gmelin, 1792)
  • Canis lupus fuscus
    gigas (Townsend, 1850)
  • Canis lupus griseoalbus
    knightii (Anderson, 1945)
  • Canis lupus hattai
    rex (Pocock, 1935)
  • Canis lupus hodophilax
    hodopylax (Temminck, 1844) und japonicus (Nehring, 1885)
  • Canis lupus lycaon
    canadensis (de Blainville, 1843) und ungavensis (Comeau, 1940)
  • Canis lupus monstrabilis
    niger (Bartram, 1791)
  • Canis lupus nubilus
    variabilis (Wied-Neuwied, 1841)
  • Canis lupus occidentalis
    sticte (Richardson, 1829) und ater (Richardson, 1829)

ANATOMIE:

Wölfe haben einen relativ großen Kopf, breite Stirn und einen längeren Rumpf und einen höheren, aber schmaleren Brustkorb (Thorax) . Der kräftig gebaute Körper ist wohl proportioniert. Der buschige Schwanz hat etwa ein Drittel der Körperlänge. Die sehr beweglichen Ohren sind eher kurz, leicht dreieckig und spitz zulaufend. Der Hals erscheint kräftig und muskulös. Die Iris ist hell, meist gelblich bis gelblichbraun gefärbt, die Augen setzen schräg an.

GRÖSSE, GEWICHT etc.:

Allgemein:
Körperlänge: 100 - 150 cm
Schulterhöhe: 66 - 100 cm
Gewicht: 12- 80 kg
♂ größer als ♀

Lettlands, Weißrusslands, Alaskas und Kanadas:
Kopf-Rumpf-Länge: von bis zu 160 cm
Schulterhöhe: etwa 80 cm
Schwanzlänge: 52 cm
Gewicht: 80 kg

Vorderer Orient und Arabische Halbinsel:
Kopf-Rumpf-Länge: 80 cm
Schulterhöhe:
Schwanzlänge: 29 cm
Gewicht: 20 kg
Die ♀ sind um 2 bis 12 % kleiner als die ♂ und 20 bis 25 % leichter.

Mitteleuropa:
♂ Körperlänge (einschließlich Schwanz): von im Mittel 119 cm (Extreme 140 - 195 cm)
Schulterhöhe von 70 - 90 cm
♀ eine mittlere Körperlänge von 111 cm (Extreme 97 - 124 cm) S
Schulterhöhe: von 60 - 80 cm Männchen aus dem SO-Polens wogen 35 - 67 kg, Weibchen 27 - 50 kg

FELL:

Auffällig sind die Farbvarianten. Es gibt weiße, cremefarbene, dunkle, gelbliche, rötliche, graue und schwarze Wölfe. als häufigste Fellfarbe tritt Grau mit schwarzen Tupfen in Erscheinung. Die hellsten Wölfe leben in den arktischen Gebieten. In den gemäßigten Zonen Europas überwiegen graue Wölfe, während es in Russland und Nordamerika größere Anteile brauner und schwarzer Tiere gibt. Eine Erklärung für die Variationen gibt es nicht. Dunkle Haare überwiegen auf dem Rücken und dem Schwanz. Der Bauch, Beine und Schnauze sind meist heller gefärbt. Bei den meisten Unterarten zeigen sich rund um die Augen helle Augenringe.

VERBREITUNG:

Sie waren früher in ganz Europa verbreitet, wurden jedoch in W- und Mitteleuropa weitgehend ausgerottet. In den Waldgebieten von O-Europa, einige isolierte Gebiete am Mittelmeer, in Kanadas Wildnis, in Russland (Sibirien), in China, der Mongolei und dem Halbwüsten von Iran gibt es noch größere zusammenhängende Populationen.

Die meisten Wölfe leben in Russland und zwar ca. 40.000 bis 60.000 Individuen. In Kanada befinden sich etwa 40.000 Tiere und die Population in Alaska beträgt von etwa 6.000 Tiere. Heute ist der Wolf nur in Rudeln von weniger als 100 Tieren anzutreffen.

LEBENSRAUM:

Ihre hohe Anpassungsfähigkeit an verschiedene Klimata lässt Wölfe in einer Vielzahl von Habitaten leben, wie Grasland und Wälder, in der arktischen Tundra, in den Wüsten Nordamerikas und Zentralasiens. Dass sie als Waldtiere bekannt sind, liegt daran, dass sie frühzeitig vom Menschen aus offeneren Landschaften vertrieben wurden.

LEBENSWEISE:

Wölfe leben und jagen im Rudel. Zum Rudel zählen Eltern, Welpen, Jungtiere früherer Jahres und Verwandte. Die Weibchen sind mit zehn Monaten geschlechtsreif, doch paaren sich die meisten erst ab eien Alter von 22 Monaten. Im Rudel herrscht eine strenge Hierachie. Fü die Sozialstruktur ist die Anzahl der Geschlechter und Alter der Mitglieder abhängig. ♀♀ und ♂♂ bilden getrennte Hierachien. An der Spitze der Hierachie stehen die sogenannten Alpha-Tiere, von denen eines das Rudel anführt. Da Rangpositionen nicht ewig halten, kommt es zur Paarungszeit verstäkt zu Kämpfen.

Optische, geruchliche und akustische Signale werden zur Kommunikation verwendet. Aufrechte Rute und aufgestellte Ohren signalisieren zum Beispiel Wachsamkeit aber manchmal auch Aggression.

FORTPFLANZUNG:

Paarungszeit: Januar bis Februar
Tragezeit: 60 bis 63 Tage
Wurf: 4 bis 6 Welpen
Welpen: Gewicht ca. 500g, bei der Geburt blind, öffnen nach 2 Wochen die Augen

NAHRUNG:

Wöfe jagen vorwiegend Tiere, die größer sind als sie selbst, große Huftiere, wie Bison, Moschusochsen, Karibu, Elch, Hirsch, Rinder, Schafe und Ziegen. Sie können auch Erwachsene Tiere jagen, doch mehr als 60% ihrer Beute sind Jungtiere, alte bzw. schwache Tiere. Manchmal gewinnen auch Elch, Bison oder der Hirsch diesen Kampf und töten die angreifenden Wölfe.

Kleinere Säugetiere wie Wühlmäuse, Biber und Hasen stehen ebenfalls auf dem Speisplan und je nach Jahreszeit und Verfügbarkeit ernähren sich die Wölfe auch von Beeren, Aas und Fische. In Kanada fressen die Tiere auch Kleinsäugern und Vögeln. Sie suchen auch auf Müllhalden und in Abfalltonnen in der Nähe von Städten wie z. B. in Italien bzw. Rumänien nach Fressbarem.

LEBENSERWARTUNG:

In freier Natur 8 bis 16 Jahre und in Gefangenschaft bis zu 20 Jahre.

LÄNDER:

Einheimisch:
Afghanistan; Albanien; Armenien; Azerbaischan; Belarus (Weißrussland); Bhutan; Bosnien und Herzegovina; Bulgarien; China; Deutschland; Estland; Finland; Frankreich; Georgien; Griechenland; Grönland; Ungarn, Indien; Iran, Islamische Republic von Irak; Israel; Italien; Jordanien; Kanada; Kasachstan; Korea (Nord-), Korea (Süd-), Kroatien; Republik von Kirgistan; Lettland; Litauen; Mazedonien, Mexico; Moldavien; Mongolei; Montenegro; Myanmar; Nepal; Norwegen; Oman; Pakistan; Polen; Portugal; Rümänien; Russland; Saudi Arabien; Schweden; Serbien; Slowakei; Slovenien; Spanien; Syrien; Taschikistan; Tschechische Republik; Türkei; Turkmenistan; Ukraine; Vereinte Arabische Emirate; Vereinte Staaten (Georgia); Usbekistan; Yemen.

Vermutlich ausgestorben:
Bangladesch

Reginal ausgestorben:
Österreich; Belgien; Dänemark; Großbritannien; Irland; Japan; Luxemburg; Niederlande; Schweiz

ANMERKUNG:

Rotwolf (Canis rufpus):
Süden und Südosten der USA, Küstenebenen (Louisianas und Texas) und Wälder, Gewicht 15 - 30 kg, Größe liegt zwischem Wolf und Kojote. Fell: Zimt- oder lohfarben mit grauen und schwarzen Abzegeschützt, vom Aussterben bedroht, 1987 Wiedereinbürgerungsprogramm; inzwischen vermutlich in freier Wildbahn ausgestorben.
Unklar ist auch ob der Rotwolf eine Unterart von Canis lupus ist, oder eine grundsätzlich eigene Art, es gibt auch Theorien nach denen der Rotwolf aus einer Kreuzung zwischen Wolf und Kojote hervorgegangen ist.

LITERATUR:

  • Macdonald David (Hg.), Die große Enzyklopädie der Säugetiere, KÖNEMANN in der Tandem Verlag GmbH, Königswinter 2004
  • Redaktionsbüro LOOP, Der Brockhaus - Tiere und Pflanzen, F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim 2001
  • Bernhard Grzimek, Grzimeks Tierleben - Säugetiere 4, Band 13, Lizenzausgabe für Weltbildverlag, Augsburg 2000
  • Dr. Hans Petzsch, Urania Tierreich - Säugetiere, Urania Verlag, Berlin 2000