Trompeterschwan

 
Der Trompeterschwan (Cygnus buccinator) verdankt seinen Namen seinen trompetenähnlichen Rufen. Er war in N-Amerika stark verbreitet, wurde aber nicht nur seines Fleisches, sondern auch wegen des Gefieders gejagt. Anfang des 20. Jhdts. wurde sein Abschuß gesetzlich verboten. Der Trompeterschwan darf laut Gesetz nicht verkauft, sondern höchstens von der Fischerei- und Naturschutzbehörde verschenkt werden. Die IUCN beziffert die Gesamtpopulation des Trompeterschwans auf etwa 18.000 Tiere.

 
SYSTEMATIK:
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neuvögel (Neornithes)
Ordnung: Wasser- und Wehrvögel, Gänse- bzw. Entenvögel (Anseriformes)
Familie: Enten, Gänse, Schwäne (Anatidae)
Unterfamilie: Gänse (Anserinae)
Gattungsgruppe: Schwäne (Cygnini)
Gattung: Echte Schwäne (Cygnus), Linné, 1758
Art: Trompeterschwan (Cygnus buccinator), Richardson, 1832

 
STECKBRIEF TROMPETERSCHWAN:
Verbreitung: Nordamerika (Alasaka bis Missouri)
Lebensraum: große, seichte Teiche und breite, langsame Flüsse.
Größe: 150 - 180 cm
Gewicht: 13,5 kg
Gefieder: weiß
Flügelspannweite: ca. 210 cm
Gelege: 3 - 9 Eier
Brutdauer: 32 Tage
Nahrung: Wasserpflanzen
Schutzstatus: nicht gefährdet

 
Abkürzungen:
  • Männchen
  • ♂ ♂Männchen (Mehrzahl)
  • Weibchen
  • ♀ ♀Weibchen (Mehrzahl)
  • ausgestorben, ausgerottet
  • gefährdet
  • PKPrachtkleid (Sommer)
  • SKSchlichtkleid (Winter)
  • ad.adult (erwachsen)
  • juv.juvenil (jung)
  • immat.immatur (heranwachsend)

 
ANATOMIE:
Der Trompeterschwan ist der größte Schwan. Er hat einen fast schwarzen Schnabel und die Gesichtspartie ist ebenso bis zu den Augen schwarz. Der Trompeterschwan ist etwas leichter als der Höckerschwan (Cygnus olor). Das Gefieder ist weiß und die Beine sind schwarz, während das Gefieder der Kücken anfangs gräulich ist und erst allmählich weiß wird. Der Trompeterschwan unterscheidet sich vom Singschwan (Cygnus cygnus) durch den völlig schwarzen Schnabel und vom Pfeifschwan (Cygnus columbianus) durch die Körpergröße.

 
LEBENSWEISE:
Gelegentlich tauchen sie mit ihrem Kopf unter Wasser nach Nahrung. Im Sommer pflegen sich erwachsene Trompeterschwäne zu mausern. Vorübergehend verlieren sie auch ihre Flugfedern, Weibchen kurz nach dem Brüten und Männchen etwa einen Monat später, wenn die Weibchen wieder fliegen können. Natürlich lebende Trompeterschwäne ziehen gegen den Winter an die Pazifikküste und die nordwestlichen USA. Sie fliegen in einem V-förmigen Schwarm.

 
FORTPFLANZUNG:
Trompeterschwäne suchen Ende April oder Anfang Mai ihren Brutplatz auf und beginnen unverzüglich, ein neues Nest zu bauen oder ein bestehendes zu verbessern. Das Nest wird aus pflanzlichem Material auf einer Insel, auf einem verlassenen Biber-Bau, oder auf einer schwimmenden Plattform, gebaut.
 
In südlichen N-Amerika schlüpfen die Jungen ungefähr Mitte Juni, im Norden Anfang Juli. Die Jungtiere schwimmen bereits kurz nach dem Ausbrüten. Jungtiere des Vorjahres schließßen sich zusammen und richten sich in einem Gewässer ein, in dem kein Paar brütet.

 
NAHRUNG:
Der Trauerschwan ernährt sich hauptsächlich von Wasserpflanzen aber im Winter fressen sie auch Gras und Getreide. Jungtiere werden einigen Monaten mit Insekten und Schalentieren gefüttert.

 
Literatur:
  • Pierandrea Brichetti, Vögel - In Garten, Park und freier Natut, Neuer Kaiser Verlag, Klagenfurt 2002
  • Joseph Forshaw, Vögel - Enzyklopädie der Tierwelt, Orbis Verlag ein Unternehmen der Verlagsgruppe Random House GmbH., München 2003
  • Bernhard Grzimek, Grzimeks Tierleben - Vögel 1, Band 7, Lizenzausgabe für Weltbildverlag, Augsburg 2000
  • Hermann Heinzel, Richard Fitter, John Parslow, Pareys Vogelbuch, Parey Buchverlag Berlin, Berlin - Wien 1996
  • Redaktionsbüro LOOP, Der Brockhaus - Tiere und Pflanzen, F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim 2001
  • Christopher Perrins (Hg.), Vögel der Welt, BLV Verlagsgesellschaft mbH., München 2004
  • Dr. Hans Petzsch, Urania Tierreich - Vögel, Urania Verlag, Berlin 2000

 

 
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