JAPANWACHTEL
- Die Japanwachtel (Coturnix japonica) gehört zur Familie der Fasanartigen (Phasianidae). Wachteln sind die einzigen Zugvögel unter den Hühnervögeln.
SYSTEMATIK:
- Unterstamm:
Überklasse:
Reihe:
Klasse:
Unterklasse:
Ordnung:
Unterordnung:
Familie:
Unterfamilie:
Gattungsgruppe:
Gattung:
Art:
-
Wirbeltiere (Vertebrata)
Kiefermäuler (Gnathosomata)
Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Vögel(Aves)
Neuvögel (Neornithes)
Hühnervögel (Galliformes)
Eigentliche Hühnervögel (Galli)
Fasanenartige (Phasianidae), Horsfield, 1821
Feldhühner (Perdicinae)
Eigentliche Wachtel, Erdwachteln (Coturnicini)
Erdwachteln (Coturnix),
Japanwachtel (Coturnix japonica),
STECKBRIEF:
- Verbreitung:
Größe:
Gewicht:
Gelege:
Eigewicht:
Brutdauer:
- Südostasien
etwa 15cm
160g - 220g
8 bis 10 Eier, manchmal auch mehr
12g - 14g
16 bis 18 Tage
Abkürzungen:
- ♂Männchen
- ♂ ♂Männchen (Mehrzahl)
- ♀Weibchen
- ♀ ♀Weibchen (Mehrzahl)
- †ausgestorben, ausgerottet
- ♐gefährdet
- PKPrachtkleid (Sommer)
- SKSchlichtkleid (Winter)
- ad.adult (erwachsen)
- juv.juvenil (jung)
- immat.immatur (heranwachsend)
SYSTEMATIK nach B. GRZIMEK:
- Klasse:
Unterklasse:
Ordnung:
Unterordnung:
Familie:
Unterfamilie:
Gattungsgruppe:
Gattung:
Art:
Unterart:
-
Vögel (Aves)
Neuvögel (Neornithes)
Hühnervögel (Galliformes)
Eigentliche Hühnervögel (Galli)
Fasanenartige (Phasianidae), Horsfield, 1821
Feldhühner (Perdicinae)
Eigentliche Wachtel, Erdwachteln (Coturnicini)
Wachtel i.e.S. (Coturnix), Linné, 1758
Wachtel (Coturnix coturnix), (Linné, 1758)
Japanwachtel (Coturnix coturnix japonica), Temminck & Schlegel, 1849
ANATOMIE:
- Beim ♂ ist die Kopf- und Kehlzeichnung kontrastreicher als beim ♀. Beide Geschlechter tragen ein braungraues "Tarnkleid". Beim Hahn bilden sich im Winterkleid lanzettförmige Kehlfedern aus. ♂ ist meist kleiner, schlanker und brauner als ♀.
LEBENSWEISE:
- Typisch ist der männliche zweisilbige, hässlichere klingende Ruf »kwär prrr« oder »gäkä k-r-r«, der vor allem in den Nachtstunden vorgetragen wird. Während der Brutzeit sind sie oft nur paarweise zusammen und bilden nur für den Zug grössere Schwärme. Sie sind Bodenbewohner, d.h. sie leben und schlafen am Boden. Bei Gefahr verharren sie in geduckter Haltung.
HALTUNG:
- Die Japanwachtel kann ohne Probleme in einer Gemeinschaftsvoliere untergebracht werden, da die Mitbewohner in Ruhe gelassen werden. Sie sind robuste Vögel und können in einer geräumigen und mit Sträuchern bepflanzten Außenvoliere mit einem gut geschützten Schlag. Wachteln scharren auf dem Boden nach Futter und sie nehmen gerne Sandbäder.
Als Nahrung eignet sich Mischfutter für Exoten und Kanarien, Wildkräuter, Salat, Zuchini, Gurke, Gras, Grit und "Magenkiesel" (Kalkbedarf!). Tierische Nahrung wird zur Brutzeit genommen.
ZUCHT:
- Die Henne legt meist acht Eier an einer geschützten Stelle. Die Eier sind schmutzig-weiß mit bräunlichen Flecken. Die Brutzeit beträgt 16 bis 18 Tage. Die Wachtelküken sind Nestflüchter und folgen der Mutter sofort. Nach vier Wochen besorgen sich die Jungen bereits selbst Nahrung und können von den Eltern getrennt werden. Jungtiere lassen sich mit Insekten, tropischen Sämereien, Aufzuchtfutter und Weichfutter leicht aufziehen.
Das Männchen bewacht zwar das Nest, kümmert sich aber weder um das Gelege noch um die Aufzucht. Es kann bei dieser Wachtelart vorkommen, dass das Weibchen das Gelege nicht ausbrütet und so wird dann eine Brutmaschine benötigt. Für die Auzucht wird dann eine Infrarot-Wärmelampe als Ersatz für die fehlende Mutterwärme herangezogen.
MUTATIONEN:
- Es haben sich verschiedene Mutationen aus der Wildform entwickelt, z.B. weiße, rotbraune, bunte oder isabellfarbene Wachtel. Weitere Farbschläge sind wildfarbig, goldsprenkel, gelb, tenebrosus, dunkel, silber, weiß usw. und Dunkel- oder Hellschecken aller Farben
- Literatur:
- Pierandrea Brichetti, Vögel - In Garten, Park und freier Natut, Neuer Kaiser Verlag, Klagenfurt 2002
- Joseph Forshaw, Vögel - Enzyklopädie der Tierwelt, Orbis Verlag ein Unternehmen der Verlagsgruppe Random House GmbH., München 2003
- Bernhard Grzimek, Grzimeks Tierleben - Vögel 1, Band 7, Lizenzausgabe für Weltbildverlag, Augsburg 2000
- Hermann Heinzel, Richard Fitter, John Parslow, Pareys Vogelbuch, Parey Buchverlag Berlin, Berlin - Wien 1996
- Redaktionsbüro LOOP, Der Brockhaus - Tiere und Pflanzen, F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim 2001
- Christopher Perrins (Hg.), Vögel der Welt, BLV Verlagsgesellschaft mbH., München 2004
- Dr. Hans Petzsch, Urania Tierreich - Vögel, Urania Verlag, Berlin 2000
- Verhoef-Verhallen Esther, Zier-Vögel Enzyklopädie, Edition Dörfler Nebelverlag GmbH., Eggolsheim
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