
- Säugetiere (Mammalia) sind eine Klasse der Wirbeltier und stammesgeschichtlich das jüngste, aber auch das höchstentwickelte Wirbeltier.
Die Vorfahren waren die Pelycosauriern. Pelycosauriern lebten vor etwa 180 Millionen Jahren und waren säugetierähnliche Reptilien.
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Mammalia kommt von »mamma«, lat. Zitze. Zu den kennzeichnenden Merkmalen der Wirbeltiere gehören die Lunge, das Fell (oder Haare) und das Säugen des Nachwuchses mit Milch. Aber nur die Höheren Säugetiere haben Zitzen. Weltweit werden heute rund 5.500 rezente Arten unterschieden, die in drei Unterklassen eingeteilt werden: die eierlegenden Ursäuger (Protheria), die Beutelsäuger (Metatheria) und die Höheren Säugetiere oder Plazentatiere (Eutheria), zu welchen auch der Mensch zählt.

- Hochentwickelt ist das Großhirn. Die Einteilung der Wirbelsäule erfolgt in Hals-, Brust-, Lenden-, Kreuz- und Schwanzwirbel. Ein weiteres Merkmal sind die drei Gehörknöchelchen Hammer (Malleus), Amboss (Incus) und Steigbügel (Stapes). Diese befinden sich im Mittelohr, sie nehmen die Schwingungen des Trommelfells auf und leiten sie an das ovale Fenster des Innenohres weiter.

- Säugetiere sind durch ein heterodontes Gebiss mit vier verschiedenen Zahntypen charakterisiert: Schneide- (Incisivi), Lücken- (Prämolaren), Eck- (Canini) und den Backenzähnen (Molaren). Die Zahl der einzelnen Zahntypen wird mit der Zahnformel wiedergegeben. Als erstes wachsen die Milchzähne, später werden dies durch die "zweiten" oder bleibenden Zähne (permanente Dentition) ersetzt. Einige Gruppen besitzt wurzellose Zähne, die zeitlebens weiterwachsen und an den Kauflächen abgenützt werden, dazu zählen beispielsweise die Nagezähne der Nagetiere oder die Stoßzähne der Elefanten, des Narwals, des Walrosses und anderer Arten.

- Säugetiere besitzen ein Zwerchfell, einen flächigen Muskel, der Brust- und Bauchhöhle voneinander trennt. Sie sind auf allen Kontinenten, nahezu in allen Regionen, in den meisten Lebensräumen, in allen Ozeanen sowie auf den meisten Inseln, vertreten.

- Ursäuger sind auf Australien und Neuguinea beschränkt, Beutelsäuger leben im australisch-ozeanischen Raum sowie in Nord-, Mittel- und Sädamerika. Höhere Säugetiere haben eine weltweite Verbreitung, waren aber bis zur Ankunft des Menschen in Australien nur durch wenige Arten vertreten (Fledertiere und Echte Mäuse).

- Auf abgelegenen Inseln, darunter Neuseeland, waren Fledertiere bis zur Ankunft des Menschen die einzigen Säugetiere. Man findet sie sowohl in Wüsten und Regenwäldern, im Hochgebirge und in den Polarregionen. Zu den wenigen Regionen, in denen sich keine finden, zählen die Tiefsee und das Innere des antarktischen Kontinents.
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PIXELIO.
Titel: © FotografInnen
Tiger: Johann Dudla / PIXELIO
3 Giraffen im Samburu Nationalpark: Maryann Hart / PIXELIO
Katta: S. Perkiewicz / PIXELIO
Luchs: INQ / PIXELIO
Igel: Chris / PIXELIO
Murmeltier: Ernst Rose / PIXELIO
Some Rights Reserved.
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