HÜHNERRASSE - ARAUCANA

 
Heimat: Südamerika / Chile
Die Rasse verdankt diesen Namen den Aracauna-Indianern, die diese seit Jahrhunderten als halbverwilderte Haustiere hielten. Aracaunas (auch: Araucans, Araukaner, Araucaner) war ebenso wie ihre Unterrassen, die im Laufe der Jahre in den Nachbarländern entstand, eine Rarität.
 
Merkmale:
Bei Züchtern wurde diese Rasse erst seit ca. 1960 bekannt. Es gibt von dieser Rasse schwanzlose und geschwänzte Tiere. Sie haben einen breiten, kurzen rundliche Kopf. Ihre Haltung zeigt eine Verwandtschaft mit den Kampfhühner. Ein besonderes Merkmal ist die beiderseitige, warzenartige befiederte Hautwucherung anstelle der Ohrlappen. Sie besitzen eine "Erbsenkamm".
Die Lauffarbe ist Weidengrün bis Hellweidengrün oder Schwarzoliv (je nach Farbschlag). Im Bezug auf die Farben des Gefieders bestehen von Land zu Land Unterschiede. In Deutschland züchtet man u.a. in den Farben: wildfarbig, blau-, gelb- und silbern-wildfarbig; gold-, silber-, blaugold-halsig; gold-, blau-weizenfarbig; blau-rot, blau /mit und ohne Saum) und gesperbert. In den skandinavischen Ländern erkennt man nur drei Farben an: schwarz, wildfarbig und gesäumt blau.
 
Eigenschaften:
Aracaunas sind robuste und vitale Tiere. Sie können freilaufend und in Gehegen gehalten werden. Eine Besonderheit ist unter anderem, dass sie gefärbte Eier legen, von blau bis grün, aber auch rote Eier sind bereits gelegt worden. In Großbritannien und in USA wird diese Rasse auch "Easteregg-Layer" (zu dt. Ostereier-Leger) genannt. Untersuchungen zufolgen geht bei den blau und grünen Eier ein niedriger Cholesteringehalt einher. Der Genfaktor ist für das Legen von bunten Eiern verantwortlich. Dies wird bei Kreuzungen zunutze gemacht. Kreuzungen von Aracaunas und Rassen die braune Eier legen, ergeben grüne Eier. Bei einer Kreuzung mit einer Rasse die weiße Eier legt, ergeben sich blaue Eier. Von der Rasse Aracauna gibt es auch eine Zwergform. Das Gewicht der Araucana-Hühner liegt beim Hahn bei 2,0 - 2,5 kg und bei der Henne bei 1,6 - 2,0 kg (Angaben für die Groß-Rasse). Die Tiere haben eine gute Eierleistung und einen guten Schlachtkörper.
 
 
Übersicht:
  • Herkunft: Chile - Aracauna-Indianer
  • Jahr: ca. 1890
  • Gewicht Hahn: 2,0 bis 2,5kg
  • Gewicht Henne: 1,6 bis 2,0kg
  • Eiergewicht: 50g
  • Eierschalenfarbe: grünlich bis bläulich
  • Legeleistung: bis zu 180 Eier/Jahr
  • Rumpf: gut gerundet
  • Haltung: leicht aufgerichtete Haltung
  • Hals: mittellang; breite Behangfedern
  • Rücken: mäßig lang
  • Schultern: breit
  • Flügel: fest anliegend; waagerecht; den Körper nicht überragend
  • Sattel: voller Behang
  • Schwanz: nicht vorhanden
  • Lauffarbe: Weidengrün bis Hellweidengrün oder Schwarzoliv
  • Brust: breit, leicht gewöbt
  • Bauch: voll entwickelt
  • Farbe: siehe Text
  • Gesicht: rot
  • Kopf: mäßig breit
  • Kamm: Erbsenkamm
  • Kehllappen: wenig entwickelt
  • Schnabel: leicht gebogen
  • Ringgrößen: Hahn 18 - Henne 16

 
Literatur:
  • Forshaw Joseph, Vögel - Enzyklopädie der Tierwelt, Orbis Verlag, einem Unternehmen der Verlagsgruppe Random House GmbH, München 2003
  • Perrins Christopher, Die BLV Enzyklopädie - Vögel der Welt, BLV Verlagsgesellschaft mbH, München 2004
  • Redaktionsbüro LOOP, Der Brockhaus - Tiere und Pflanzen, F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim 2001
  • Schille Hans-Joachim, Lexikon der Hühner, Komet-Verlag, ISBN 3-898366-447-X
  • Stern-Les Landes Alice, Tiere halten hinterm Haus, Kosmos-Verlag, 2006
  • Verhoef Esther, Rijs Aad, Hühner-Enzyklopädie, Edition Dörfler im Nebel Verlag GmbH., 2001
 
 
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