Wissenswertes über Palmen - Einführung

 
Palmen - Sonnenuntergang © Norina F. / pixelio.de

 
Palmen sind typischer Bestandteil der Pflanzenwelt in den tropischen und subtropischen Zonen aller Kontinente. Sie werden z.B. im Mittelmeerraum angebaut und sind dort auch verwildert anzutreffen.
 
Verwandte Arten der Palmen waren schon in der Kreidezeit, vor etwa 70 Millionen Jahren, weit verbreitet. Die Familie der Palmengewächse (Arecaceae) umfasst etwa 200 Gattungen mit ca. 3800 Arten.
 
Es wachsen nicht alle Palmen an weißen Sandstränden oder in Wüsten. Die überwiegende Mehrheit wächst verborgen im dämmrigen Unterholz der Regenwälder und bekommt als Jungpflanze die Sonne nie zu sehen. Viele Arten erreichen Baumgröße, andere weisen Zwergwuchs auf.
 
Eine staatliche Anzahl von Palmen vertragen weder hohe Luftfeuchtigkeit noch Wärme, sondern benötigen kühlere Lebensräume. Es eignen sich viele Arten gut als Zimmerpflanzen und so manche gedeihen auch in relativ dunklen Räumen.

 
Wirtschaftliche Nutzung:

Malediven © ich / pixelio.de
Für viele Menschen ist die Palme als Nutzpflanze von großer Wichtigkeit.
 
Einige Beispiele:
  • Dattelpalme (Phoenix dactylifera)
  • Kokospalme (Cocos nucifera)
  • Ölpalme (Elaeis guineensis)
  • Betelpalme (Areca catechu)
  • Honigpalme (Jubaea chilensis)
  • Sagopalme (Metroxylon sagu)
  • Rotangpalme (Calamus australis)
Die Palme ist in den Tropen und Subtropen für viele das Grundmaterial für den Hausbau, wobei die wasserabweisenden Blätter für die Dacheindeckung und die Stämme als Holz genutzt werden. Die Möbel (Rattan-Möbel) werden aus Rotangpalmen z.B. Calamus australis hergestellt.
 
Von der Dattelpalme (Phoenix dactylifera) und rund 100 weiterer Palmen sind entweder die Früchte (Dattelpalme, Palmyrapalme), die Samen (Kokosnuss, Betelnuss, Palmyrapalme) oder der Vegetationskegel (Palmherz) essbar, mit dem Mark des Sagopalme gewinnt man Saft und durch Gärung wird Palmwein erzeugt. Ebenso lassen sich durch die Vergärung von Fruchtfleisch Getränke herstellen und durch Einkochen des Palmensaftes gewinnt man Palmhonig.
 
Palmen werden in regenarmen Gebieten zur Stabilisierung des Bodens an Böschungen und Grünanlagen angepflanzt. Sie sind auch wesentlich unempfindlicher gegen Windbruch als Laubbäume, sodass sie gut an windexponierten Stellen gedeihen können.

 
Kurioses über Palmen:

Marigot Bay © Rainer Sturm / pixelio.de

 
Das längste Blatt in der Familie der Palmen besitzt die Bastpalme Raphia farinifera mit einer Länge bis zu 18 m, der größte Samen stammt von der Seychellennusspalme (Lodoicea maldivica) und hat ein Gewicht bis zu 18 kg, sowie der größte Blütenstand besitzt die Art Corypha elata mit geschätzten 10 Millionen Blüten pro Infloreszenz.
 
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Die Honigpalme (Jubaea chilensis) hat den dicksten Stamm aller Palmen, bis zu 1,8 m im Durchmesser. Ein ausgewachsener Stamm enthält bis zu 380 l eines süßen Saftes, aus dem Palmhonig oder ein alkoholhaltiger Likör, der »Palmwein«, hergestellt werden. Durch das Abziehen des Saftes stirbt der Baum, so dass diese Palme in ihren Verbreitungsgebieten sehr selten geworden ist.
 

 
 

 
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Weblinks:

European Palm Society - The Palm Center
International Palm Society
Palm & Cycad Society of Florida (PACSOF)
 
 

 
Die Fotos auf dieser Seite stammen von PIXELIO.
 
Motiv © FotografInnen
Palmen - Sonnenuntergang © Norina F. / pixelio
Malediven Strand © ich / pixelio
Marigot Bay © Rainer Sturm / pixelio