ANIMALS PLANET - Ordnung, Familien, Gattungen und Arten der Gänsevögel


Systematik Vögel

Zu den Gänsevögel (Anseriformes) zählen Gänse, Enten und Schwäne, aber auch die Wehrvögel Südamerikas z.B.: Hornwehrvogel (Anhima cornuta), Tschaja (Chauna cristata) etc. Gänsevögel sind mittelgroße bis sehr große flugfähige Vögel.

SYSTEMATIK:

  • Unterstamm:
    Wirbeltiere (Vertebrata)
  • Überklasse:
    Kiefermäuler (Gnathosomata)
  • Reihe:
    Landwirbeltiere(Tetrapoda)
  • Klasse:
    Vögel (Aves)
  • Unterklasse:
    Neuvögel (Neornithes)
  • Ordnung:
    Gänsevögel (Anseriformes) - Wagler, 1831
  • Familie:
    Entenvögel (Anatidae) - Vigors, 1825Entenvögel
  • Familie:
    Wehrvögel (Cracidae)
  • Familie:
    Spaltfußgänse (Anseranatidae)
  • Familie:
    † Neuseelandgänse (Cnemiornithidae)

SYSTEMATIK laut WIKIPEDIA:


Man unterscheidet neun Familien der Gänsevögel, von denen sechs ausgestorben sind. Von den übrigen drei haben zwei zusammengenommen nur vier Arten, und der überwältigende Rest von 169 Arten zählt zur Familie der Entenvögel.
  • Wehrvögel (Anhimidae)
  • Spaltfußgänse (Anseranatidae)
  • Entenvögel (Anatidae) mit Gänsen, Schwänen und Enten.
  • Presbyornithidae mit vier fossilen Arten des Paläozäns und Eozäns, die zur Gattung Presbyornis gezählt werden. Sie sind die ältesten bekannten Gänsevögel.
  • Romainvillidae, einzige bekannte Art ist Romainvillia stehlini aus dem Eozän/Oligozän, gänsegroß, vermittelt morphologisch zwischen Spaltfuß- und Pfeifgänsen.
  • Cygnopteridae mit drei Arten in der Gattung Cygnopterus aus dem Oligozän und Miozän; sie wurden oft für fossile Schwäne gehalten, verdienen nach Ansicht des Ornithologen Bradley C. Livezey aber den Rang einer eigenen Familie.
  • Paranyrocidae mit der einzigen bekannten Art Paranyroca magna, einem schwanengroßen Vogel des Miozäns Nordamerikas.
  • Neuseelandgänse (Cnemiornithidae), starben in rezenter Zeit aus, möglicherweise durch den Menschen.
  • Donnervögel (Dromornithidae) riesige, flugunfähige Vögel mit sieben fossilen Arten vom Oligozän bis zum Pleistozän Australiens.

SYSTEMATIK laut HOWARD, R. & A. MOORE (1994):

  • Familie:
    Schwäne, Gänse, Enten (Anatidae)
  • Unterfamilie:
    Spaltfußgänse (Anseranatinae)
  • Unterfamilie:
    Pfeifgänse, Schwäne, Gänse (Anserinae)
  • Unterfamilie:
    Halbgänse, Enten, Säger (Anatinae)
  • Familie:
    Wehrvögel (Cracidae)

ANATOMIE:

Gänsevögel haben im Allgemeinen einen dicken festen Körper mit vergleichsweise kleinem Kopf. Langer Hals bei tauchenden Arten (z.B. Dampfschiffenten) mit 16 Halswirbel und 23 bis 25 Halswirbeln bei gründelten Arten (z.B. Schwäne).

Ein Merkmal sind die Schwimmhäute zwischen den drei nach vorne weisenden Zehen, diese ist bei der Hawaigans (Branta sandvicensis) reduziert und bei den Wehrvögeln und der Spaltfußgans (Anseranas semipalmata) stark zurückgebildet sind.

Weitere Merkmale: große Bürzeldrüse, dichte Pelzdunen, Federn ohne Afterschaft. Alle Schwungfedern werden gleichzeitig gemausert, dadurch sind sie 30 Tage flugunfähig. In dieser Zeit haben die Männchen eine sehr unauffällige Gefiederzeichnung. Außer bei den Wehrvögel sind die Kopulationsorgane, langer ausstülpbarer Penis, sehr gut entwickelt.

Das wasserdichtes Gefieder wird einer beständigen Pflege durch ein wasserabweisendes Öl unterzogen. Die Wärmeisolation wird durch eine dicke Lage von Daunenfedern und eine unter der Haut gelegene Fettschicht gewährleistet.

Die Körperlänge beträgt zwischen 30 und 180 cm, das Gewicht bis zu 12 kg.

VERBREITUNG:

Die Arten der Ordnung Gänsevögel (Anseriformes) ist mit Ausnahme der Antarktis weltweit vertreten. Gänsevögel leben meist nah am Wasser (Binnengewässern und Meer), in Sümpfen und Mooren, in den Mündungsgebieten oder Uferregionen von Flüssen oder an Küstengewässern. Einige Arten verbringen den Großteil ihres Lebens auf dem offenen Meer und kehren nur zum Brüten an Land zurück.

LEBENSRAUM:

Vom tropischen Regenwald bis zur arktischen Tundra

LEBENSWEISE:

Gänsevögel leben meist monogam in Dauer- oder Saisonehe, nur wenige Arten sind polygam, wie z.B. Höckerglanzente.

NAHRUNG:

Die meisten suchen ihre Nahrung auf oder nahe der Wasseroberfläche, andere tauchen nach Wasserpflanzen. Enten, Gänse, Schwäne und Wehrvögel ernähren sich unter anderem von Gräsern und Kräutern. Enten fressen auch Wasserpflanzen und wirbellose Tieren. Die Nahrung der Meeresenten und auch Säger sind Muscheln, Schnecken, Krebse und Fische. Gänsevögel schlucken regelmäßig kleine Steinchen zur Zerkleinerung der Nahrung dienen.

LITERATUR:

  • Pierandrea Brichetti, Vögel - In Garten, Park und freier Natut, Neuer Kaiser Verlag, Klagenfurt 2002
  • Joseph Forshaw, Vögel - Enzyklopädie der Tierwelt, Orbis Verlag ein Unternehmen der Verlagsgruppe Random House GmbH., München 2003
  • Bernhard Grzimek, Grzimeks Tierleben - Vögel 1, Band 7, Lizenzausgabe für Weltbildverlag, Augsburg 2000
  • Hermann Heinzel, Richard Fitter, John Parslow, Pareys Vogelbuch, Parey Buchverlag Berlin, Berlin - Wien 1996
  • Redaktionsbüro LOOP, Der Brockhaus - Tiere und Pflanzen, F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim 2001
  • Christopher Perrins (Hg.), Vögel der Welt, BLV Verlagsgesellschaft mbH., München 2004
  • Dr. Hans Petzsch, Urania Tierreich - Vögel, Urania Verlag, Berlin 2000
  • Verhoef-Verhallen Esther, Zier-Vögel Enzyklopädie, Edition Dörfler Nebelverlag GmbH., Eggolsheim

Abkürzungen:

Männchen
♂ ♂ Männchen (Mehrzahl)
Weibchen
♀ ♀ Weibchen (Mehrzahl)
ausgestorben, ausgerottet
gefährdet
PK Prachtkleid (Sommer)
SK Schlichtkleid (Winter)
ad. adult (erwachsen)
juv. juvenil (jung)
immat. immatur (heranwachsend)