ANIMALS PLANET - Baum des Jahres in Deutschland


Seit 1989 wird der Baum des Jahres jährlich vom Kuratorium Baum des Jahres (KBJ) gewählt. Anfangs wurden bedrohte bzw. seltene Arten nominiert, dann kamen noch die Kriterien Schönheit, Beliebtheit, landschaftliche oder ökologische Bedeutung dazu. Ziel ist das Wissen über bekannte, seltene oder vom Aussterben bedrohte Arten zu vertiefen und wieder bekannter zu machen.

2016

Winterlinde (Steinlinde)
(Tilia cordata)
Die Winterlinde ist ein sommergrüner Laubbaum. Sie wird bis zu 25 m hoch und max. 1000 Jahre alt. Die Rinde der Zweige ist bräunlich-rot mit helleren Lentizellen. Die wechselständigen Blätter sind gestielt und der Rand ist regelmäßig gesägt und nach oben gebogen. Die Blattoberseite ist dunkelgrün glänzend, die Unterseite blaugrün. An einen hängenden Blütenstand befinden sich 5 bis 11 Blüten. Die Kelch- und Kronblätter sind weißlich. Die Winterlinde ist in Europa weit verbreitet und wird häufig als Straßen- und Parkbaum gepflanzt.
Blütezeit: Juni/Juli

Winterlinde
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2015

Feldahorn
(Acer campestre)
Der Feldahorn (Acer campestre) wurde in die Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae) gereiht.
Der Feldahorn wächst meistens als sommergrüner Strauch und erreicht nur unter günstigen Bedingungen als Baum eine Wuchshöhe von 15 bis 20 Meter. Der Stammumfang kann einen Durchmesser von über 1 m erreichen. Der Feldahorn kann 150 bis 200 Jahre alt werden. Die Blätter sind 10 cm breit mit 3 bis 5 Lappen. Die Blüten sind grünlich und stehen in aufrechten rispigen oder traubigen Blütenständen zusammen. Im Austrieb sind die Blätter dunkelrot bis bronzefarben und werden dann mit der Zeit dunkelgrün. Im Oktober färben sich die Laubblätter gelb.
Vorkommen vor allem in krautreichen Eichen-Hainbuchenwälder und Hartholzauen. Verbreitung in Europa (in Skandinavien nur im äußersten Süden), Westasien und Nordwestafrika.
Der althochdeutsche Name des Feldahorns lautet «Maßholder».
Blütezeit: Mai/Juni

Feldahorn
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2014

Traubeneiche
(Quercus petraea)
Ordnung: Buchenartige (Fagales)
Familie: Buchengewächse (Fagaceae)
Gattung: Eichen (Quercus)
Der sommergrüne 25 bis 30 Meter hohe Baum kann bis zu 800 (1000) Jahre alt werden. Der Stammdurchmesser beträgt bis zu 2 Meter. Die Traubeneiche hat kräftige Pfahlwurzel, einen geraden Stamm und eine hoch gewölbte, mit strahlenförmig abgehenden Ästen, Baumkrone.
Sie blüht von April bis Mai. Die männlichen Kätzchen sind 5 bis 8 cm lang. Die weiblichen Blüten sitzen endständig sowie in den Blattachseln der jungen Triebe gruppiert zu zwei bis sechsen; sie sind weißlich und kugelig mit purpurroten Narben.
Die Eicheln reifen von September bis Oktober. Sie sitzen gehäuft an fast ungestielten Fruchtbechern. Die Eicheln sind 1,6 bis 2,6 Zentimeter lang.

Traubeneiche
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2013

Holzapfel
(Malud sylvestris)
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie: (Spiraeoideae)
Tribus: (Pyreae)
Untertribus: Kernobstgewächse (Pyrinae)
Gattung: Äpfel (Malus)
Der bis zu 10m hohe Baum besitzt eine dichte Krone mit einer graubraunen längsrissigen Schuppenborke. Er kommt auch als Strauch, mit einer Wuchshöhe von 3 bis 5 m, vor. Die ovalen, kerbig gesägten Blätter sind 4 bis 8 cm lang.
Die kugeligen Früchte sind gelbgrün mit roter Backe, haben nur einen Durchmesser von 2 bis 4 cm, sind herbsauer und holzig.
Das natürliche Verbreitungsgebiet des Holzapfels ist wohl Europa bis Vorderasien. Als Hauptverbreitungsgebiet gelten die Tieflandgebiete Mitteleuropas. In den Alpen kommt der Holzapfel bis zu einer Höhe von 1100 m NN vor. Er bevorzugt Flussauen und Standorte im Gebiet der Nässegrenze des Waldes. Da diese natürlichen Standorte durch menschliche Eingriffe stark zurückgegangen sind, ist der Holzapfel in seinem Bestand bedroht.
Blütezeit: April / Mai, rosa-weiße Blüten auf kahlen Blütenstielen

Holzapfel
© Quelle: wikipedia.de

2012

Europäische Lärche
(Larix decidua Mill.)
Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)
Unterfamilie: (Laricoideae)
Die Lärche kann bis zu 40 m hoch und 600 - 700 Jahre alt werden. Der Stamm-Ø kann bis zu 1,5m betragen. Der sommergrüne Baum besitzt zumeist eine regelmäßige, kegelförmige schlanke Krone mit dichter gleichförmiger Belastung. Sie ist ein typischer Gebirgsbaum unserer Alpen und hält Temperaturen von -40 °C ebenso aus wie hochsommerliche Hitze und benötigt freie Lagen mit viel Luft und Licht und nährstoffreiche, mittel- bis tiefgründige frische Böden. Die Lärche ist der einzige einheimische Nadelbaum der im Winter seine Nadeln abwirft.
Das Holz ist schwer und sehr harzhaltig. Lärchenholz eignet sich hervorragend für Fenster-, Treppenbau und Dachschindeln mit einer Lebensdauer von rund 100 Jahren. Die Lärche ist ein Nadelbaum der sich im Herbst leuchtend gelb verfärbt und wie die meisten Nadelbäme einhäusig. Blütezeit: April / Mai.

Europäische Lärche
© Edith Obrist | pixelio.de

2011

Elsbeere
(Sorbus torminalis L.)
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie: (Spiraeoideae)
Tribus: (Pyreae)
Untertribus: Kernobstgewächse (Pyrinae)
Gattung: Mehlbeeren (Sorbus)
Die Elsbeere wächst meist an wärmeren Lagen, südlich exponierten Hängen und Kreten. Sie wird als Halblichtbaumart bezeichnet und verträgt in ihrer Jugend eine Beschattung recht gut. Die Elsbeere ist ein sommergrüner, 15 bis 25 m, im Wald manchmal über 30 m hoher Baum. Die Rinde bzw. Borke ist bei älteren Bäumen häufig asch-grau und kleinschuppig. Man kann die Rinde der Elsbeere leicht mit einer Eichenrinde verwechseln.
 
Die Blätter sind etwa 2 bis 7 cm lang, der Umriss ist breit bis eiförmig. Der Rand ist spitz gelappt und leicht gesägt, die Anzahl der Lappen beträgt drei bis fünf. Die Blüten sind weiß und bilden aufrechte, lockere Doldenrispen. Die Herbstfärbung ist goldgelb bis leicht rötlich. Die Früchte sind verkehrt eiförmig bis rundlich, erst olivgrün, später dann braun mit hellen Punkten und etwa 1,5 cm groß.

Elsbeere
© Rosenzweig | Wikipedia (de)

2010

Vogelkirsche
(Prunus avium L.)
Ordnung: Rosenartige (Rosaceae)
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie: (Spiraeoideae)
Tribus: Steinobstgewächse (Amygdaleae)
Gattung: (Prunus)
Art: Vogelkirsche (Prunus avium L.)

Die sommergrüne Vogelkirsche erreicht eine Wuchshöhe von 15 bis 20m. Sie kommt vor allem in artenreichen Laubmischwäldern vor. Ihre Krone ist breit kegelförmig. Die Zweige sind dick und reichlich mit Kurztrieben versehen. An Langtrieben befindet sich eine Endknospe. Die Winterknospen sind eiförmig-ellipsoid und unbehaart. Die Rinde junger Zweige ist anfangs grün, kahl, glatt, lederartig, glänzend und später rötlich-grau gefärbt und mit ihren Korkporen (Lentizellen) sind die Querstreifen leicht erkennbar. Die schwärzliche Borke löst sich waagrecht langsam ab und wird "Ringelborke" genannt.
Blütezeit: April-Mai

Vogelkirsche
© M. Schuppich | Fotolia.com

2009

Bergahorn
(Acer pseudoplatanus L.)
Familie: Seifenbaumgewächse (Sapindaceae)
Unterfamilie: (Hippocastanoideae)
Gattung: Ahorn (Acer)
Diese Art wird 20 bis 30 m groß. Altersgrenze liegt zwischen 400 und 500 Jahren. Die Blätter sind bis 15 cm breit und besitzen bis zu fünf Lappen, welche durch spitze Buchten getrennt sind. Grünliche Blüten in hängenden Trauben. Die Blütezeit beginnt erst nach dem Laubaustrieb. Die Winterknospen haben grünliche Schuppen.
Vorkommen des Bergahorns in Mitteleuropa, vor allem in schattigen, gebirgigen Schlucht- und in buchenreichen Mischwäldern. Im Alter bildet sich eine platanenähliche Borke, die sich in Schuppen ablöst. Verwendung findet das Holz im Möbelbau, Spielzeugen, bei Innenausbauten, Küchengeräten und beim Musikinstrumentenbau.
Weitere heimische Ahornarten neben dem Bergahorn (Acer pseudoplatanus) sind Feldahorn (Acer campestre)und Spitzahorn (Acer platanoides). Blütezeit: Mai - Juni

Bergahorn
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2008

Echte Walnuss (Gemeine Walnuss, Nussbaum)
(Juglans regia L.)
Familie: Walnussgewächse (Juglandáceae)
Gattung der Walnussgewächse (Juglans) mit 15 Arten in Eurasien, N-Amerika und in den nördlichen Anden. Baumhöhe 30 m mit unpaarig gefiederten, großen Blätter. Die grünen Früchte sind vier bis fünf cm groß und kugelig mit hellbraunem, gefurchtem Steinkern. der Samen liefert ein wertvolles Speiseöl. Sommergrüne Bäume, deren ♂ Blüten in hängenden Kätzchen, die ♀ Blüten einzeln stehend. Blütezeit: Mai.
 

Echte Walnuss
© Rainer Sturm | pixelio.de

2007

Waldkiefer (Gemeine Kiefer, Föhre, Forle, Forche, Sandkiefer)
(Pinus sylvestris)
Die Waldkiefer wird bis zu 40 m hoch. Die Stamm- und Kronenformen sind regional verschieden. Sie kommt in Europa und Asien sehr häufig vor. Die Nadeln sind 4 bis 6 cm lang und blaugrün. Der Zapfen dunkel graubraun, gestielt, bald nach der Blüte herabgekrümmt. Der Baum ist anspruchslos und anpassungsfähig und wächst auch im Hochmoor, Kalkfelsen, Flugsandfeldern, Dünensand und Flußschotter.
Je nach Untergrund sind die Wurzel verschieden, z.B. auf tiefgründigen Boden eine bis zu 5 m lange Pfahlwurzel, auf felsigen Untergrund bildet sich ein flaches Wurzelwerk und bei Lehm- und Tonböden eine Herzwurzel.
Blütezeit: Mai / Juni.

Waldkiefer
© Beentree | Wikipedia (de)

2006

Schwarzpappel
(Populus nigra L.)

Sind 20 bis 30 m hoche Bäume mit weit ausladender Krone, starken Stämmen und dreieckigen bis eiförmigen Blättern. Stamm schon fruüh mit schwärzlich rissiger Borke. Die Blätter sind dreieckig bis eiförmig. Kätzchen sind bis 10 cm lang, die ♀ schlanker als die ♂.
Vorkommen in Europa, SW-, Zentral- und Nordasien. Reine Schwarzpappeln sind nur noch selten in den Talauen großer Flüsse zu finden, zahlreicher anzutreffen sind die Hybridformen zwischen amerikanischen Pappel-Arten und der Schwarzpappel. Eine Varietät ist die Pyramidenpappel (Populus nigra var. italica). Diese raschwüchsige Art mit schlanker Pyramidenform und dicht stehenden, ansteigenden Ästen wird oft als Alleebaum angepflanzt. Blütezeit: März / April.

2005

Gewöhnliche Rosskastanie (Gemeine R.)
(Aesculus hippocastanumL.)
Familie: Rosskastaniengewächse (Hippocastanáceae)
Vorkommen mit ca. 25 Arten in Nordamerika, Südost-, Mitteleuropa und Ostasien. 25 m hoher Baum mit mit fünf- bis siebenfingerigen Blätter. Die Blattstiele sind bis zu 20 cm lang. Blüten in bis zu 30 cm langen, kegelförmigen Rispen und bestachelten Kapselfrüchten, Winterknospen sind groß, klebrig und glänzend rotbraun. Das Holz ist brüchig und oft kaum nutzbar. Extrakte aus den Blättern werden medizinisch bei Durchblutungsstörungen angewendet. Blütezeit: Mai / Juni.

Rosskastanie
© Chris Hochberger | pixelio.de

2004

Weißtanne (Edeltanne, Silbertanne)
(Abies alba MILL)
Familie: Kieferngewächse
Der 30 - 50 m hohe Baum kommt vor allem in Gebirgen, (von den Vogesen bis zu den Karpaten, nach Norden bis zum Ergebirge) zwischen 400 und 1000 m Höhe, vor. Das Höchstalter liegt um 500 bis 600 Jahre. Sie erreicht einen Stamm-Ø von 2 m - 3 m. Die flachen 1 bis 4 cm langen Nadeln sind an der stumpfen Spitze leicht eingekerbt, unterseits zwei weiße Längsstreifen (⇒ Name) und an der Oberseite sind sie dunkelgrün. Nadelkissen sind glatt und nicht vorspringend. Die Zapfen stehen, sie hängen nicht. Die Krone jünger Bäume ist gleichmäßig wie ein Kegel, im Alter hat die Weißtanne oft eine "Storchennest"-Krone. Blütezeit: Mai.

Weißtanne
© Bettina Stolze | pixelio.de

2003

Schwarzerle (Roterle)
(Alnus glutinosa L.)
Familie: Birkengewächse (Betuláceae)
Meist mehrstämmiger 10 - 25 m hoher, düster wirkender Baum mit eiförmigen bis runden Blättern, die meist an der Spitze etwas eingekerbt sind. Die ♂ Blüten befinden sich in ca. 5-10 cm langen hängenden Kätzchen, die ♀ sind viel kürzer und stehen aufrecht. Die Baumart ist in fast ganz Europa heimisch. Sie gilt als Baumart der tiefen Lagen, steigt aber auch bis in mittlere Gebirgslagen auf. Vorkommen häufig an Flüssen, Bächen, Gräben sowie in Bruchwäldern. Die Schwarzerle bietet Lebensraum für mehrere Dutzend Vogel-, über 70 Pilz- und über 150 Insektenarten, davon alleine 75 Schmetterlingsarten. Das Holz in frischen Zustand ist rötlich, wird deshalb auch »Roterle« genannt. Blütezeit: Februar / März.

Schwarzerle
© Sten Porse | Wikipedia (de)

2002

Gemeiner Wacholder (Heide-W., Machandel, Kranewitt)
(Juniperus communis L.)
Familie: Zypressengewächse (Cupressaceae)
Der Wacholder kommt auf der Nordhalbkugel als meist zweihäusiger Strauch (Höhe 2 bis 5 m) und als Baum (ca. 15 m hoch), mit nadel- oder schuppenförmigen Blättern, vor. Maximaler Stamm-Ø von 50 cm. Die blaugrünen spitzen Nadeln sind zu dritt angeordnet. In der Gattung Wacholder (Juniperus) gibt es etwa 50 Arten. War früher häufiger, kommt jetzt nur noch in geschützten Heiden und Magerrasen vor.
Der Wacholder ist eine zweihäusige Pflanze, d.h. der Wacholder trägt nur weibliche oder männliche Blüten. Im Abstand von drei Jahren bringen die weiblichen Blüten dunkelblaue, weiß bereifte Beerenzapfen hervor. Diese werden als Gewürz und zur Schnapserzeugnis (Steinhäger, Gin und Genever) verwendet. Beim Räuchern von Schinken und Wurst werden die Zweige genutzt. Das Holz wird bei Schnitz- und Drechslerarbeiten verwendet. Blütezeit: Mai / Juni.

Wacholder
© h. lunk | pixelio.de

2001

Esche
(Fraxinus excelsior L.)
Familie: Ölbaumgewächse (Oleáceae)
Vorkommen v.a. in der nördlichen gemäßigten Zone in Laubmischwäldern, auf feuchten, nährstoffreichen Standorte in Auen- und Schluchtwäldern als auch auf klüftigen Kalkgestein. Die Esche erreicht eine Höhe bis 30 m und wird etwa 250 Jahre alt und hat eine ei- bis kegelförmigen Krone. Die glatte, grünlich graue Rinde wird im Alter eine schwarzbraune, dichtrissige Borke. Die Blätter sind unpaarig gefiedert, mit 9 - 13 Fiederblättchen, Blüten in hängenden Rispen. Winterknospen sind schwarz und samtig. Die kronblattlosen, dunkelpurpurnen, in Büscheln stehenden Blüten sind windblütig.
Das gelbliche oder rötlich weiß ringporige Holz ist hoch elastisch, fest, tragfähig. Es wird im Waggon- und Möbelbau sowie für Schmuckobjekten, Musikinstrumenten, Waffen (Pfeile, Bögen und Speere), Sportgeräte und Werkzeuge verwendet. Eine im Volksmund bekannte Wetterregel lautet:
 
Grünt die Esche vor der Eiche,
bringt der Sommer große Bleiche;
grünt die Eiche vor der Esche,
bringt der Sommer große Wäsche.
Früher war Eschenlaub ein wichtiges Winterfutter für das Vieh und in der Heilkunde wurde aus den Blätter Tee zubereitet und bei Rheuma und Gicht getrunken. Dieser gilt zudem als blutreinigend und wassertreibend.
Mystery-Experten wissen, dass man Vampiren den Garaus macht, indem man ihnen einen Eschen-Holzpflock durchs Herz rammt! Blütezeit: April / Mai.

Esche
© Willow: Esche im Burgwald,
   Hessen
   Quelle: Wikipedia (de)

2000

Sandbirke (Hänge-, Warzen-, Weißbirke)
(Betula pendula Roth)
Familie: Birkengewächse (Betuláceae)
Die Sandbirke wird bis zu 25 m hoch und bis 150 Jahre alt und gehört gemeinsam mit Haselnuß, Erle und Hainbuche zur Familie der Birkengewächse. Der Stamm-Ø kann bis zu 80 cm betragen. Die lichte Krone ist anfangs schmal und spitzkegelig und wird im Alter rundlich gewölbt und eher unregelmäßig. Die Blätter sind doppelt gesägt und unterseits fast kahl. Die Blüten stehen in Kätzchen, ♀ und ♂ sorgfältig getrennt. Die Blätter sind auf beiden Seiten kahl.
Die Zweigspitzen sind mit warzigen Harzdrüsen versehen, was ihr den Name Warzenbirke verlieh.
Hängebirke nennt man sie, weil ihre Zweige an den Spitzen überhängen und im Umriß einer grünen Kaskade gleicht Die Rinde der Sandbirke ist heller und glänzender und erscheint selbst in der dunkelsten Jahreszeit in hellstem Weiß, daher kommt der Name Weißbirke. Blütezeit: April / Mai.

Sandbirke
© sunnychicka | Fotolia.com

1999

Silberweide
(Sálix álba L.)
Familie: Weidengewächse (Salicáceae)
Die raschwüchsige Silberweide wächst an Fließgewässern und in Auenwälder, und wird 5 bis 20 m hoch. Der Stamm kann mit 80–100 Jahren bereits einen Durchmesser von mehr als 1 m haben. Die Silberweide kommt in Europa vor. Die breiten lanzettlichen Blätter sind wie die jungen Zweige unterseits grauweiß behaart.
Da die Zweige nicht leicht brechen, werden sie zum Flechten von Körben verwendet. Blütezeit: April / Mai.

Silberweide
© MPF | Wikipedia (de)

1998

Wildbirne (Wilder Birnbaum)
(Pýrus pyraster L. / Pýrus commúnis L.)
Familie: Rosengewächse (Rosáceae)
Bis 20 m hoher Baum (Strauch), Stammform der Gartenbirne, jedoch mit Dornen aus umgewandelten Kurztrieben. Die etwa 3 cm großen Früchte sind rundlicher und kleiner. Das Verbreitungsgebiet reicht von Westeuropa bis zum Kaukasus. Vorkommen in Eichen-Mischwälder, im Flach- und mittleren Bergland und in Felschgebüsch.
Die Blüten sind zwittrig und auf Fremdbestäubung von einem anderen Baum angewiesen. Der Birnbaum gehört zur Familie der Rosengewächse und darin zur Unterfamilie der Apfelfrüchtigen. Das Holz hat eine blaß-rötliche bis hell-rötlichbraune Farbe und ist hart und schwer.
Blütezeit: April / Mai.

Wildbirne
© kranidi | Fotolia.com

1997

Eberesche
(Sórbus aucupária)
Familie: Rosengewächse (Rosáceae)
Die Eberesche ist ein bis 20 m (selten 25 m) hoher Baum mit auffallend lichter Krone. In höheren Lagen wächst sie auch strauchförmig. Der Stamm-Ø beträgt bis zu 40 cm (sehr selten 60 cm). Die Rinde ist hellgrau, glatt und glänzend. Die Eberesche wird ca. 150 Jahre (selten 200 Jahre) alt. Erst im Alter wird die Rinde unregelmäßig längsrissig und es bildet sich eine schwärzliche Borke. Die unpaarig gefiederterten Blätter der Eberesche sind etwa 15 cm lang. Die weißen Blüten vereinigen sich zu breiten Blütenständen von 200 – 300 Einzelblüten.
Vögel schätzen die Früchte dieser Baumart sehr, sie wird daher auch "Vogelbeere" genannt. Der Name aucuparia leitet sich von lat. avis capere = "Vögel fangen" ab.
Blütezeit: Mai bis Juni.

Eberesche
© Eberhard Münch | pixelio.de

1996

Hainbuche (Weißbuche, Hagebuche, Steinbuche, Hornbaum)
(Carpinus bétulus L.)
Familie: Birkengewächse (Betuláceae)
Kommt in Mitteleuropa bis Vorderasien als Baum und Strauch in Eichenmischwäldern, Hartholzauen, Gebüschen und Hecken vor. Die Hainbuche gehört zu den Birkengewächsen. Das erkennt man sofort an den Blättern. Die sind im Gegensatz zur Buche am Rand doppelt gesägt. Der graue Stamm ist glatt, oft mehrstämmig und strauchartig. Die elliptisch, scharf doppelt gesägten Blätter sind längs der Seitennerven gefaltet. Blüten in hängenden, nach ♂ und ♀ getrennten Kätzchen, Früchte büschelig, hängende, dreilappig geflügelte Nüsschen.
Die Hainbuche hat das härteste Holz. Daher nennt man es auch Eisenholz und den Baum Hornbaum oder Steinbuche. Ein Kubikmeter Hainbuchen-Holz wiegt 800 kg. Früher wurde dieses Holz für stark beanspruchte Fahrzeug- und Maschinenteile (z. B.: Zahnräder, Achsen, Holzschrauben, Speichen) verwendet.
Sie hat ein sehr helles Holz und wird deshalb auch Weißbuche genannt.
Ein anderer Name ist Hagebuche. Er hat seinen Ursprung in der Beliebtheit der Hainbuche als Hecke. Sie diente lange Zeit zum »Ein-Hagen« von Feldern und Wiesen.
Blütezeit: März bis Mai.

Hainbuche
© Bernard | pixelio.de

1995

Spitzahorn
(Ácer platanoides L.)
Familie: Seifenbaumgewächse (Sapindaceae)
Ein bis 30 m hohe heimische Ahornart mit dichter Krone die im Alter immer kugeliger wird, Rinde mit schwärzlicher, längsrissiger, nicht abblätternder Borke. Die Blätter besitzen einen bis 15 cm langen Stiel und sind 18 cm breit und handförmig in 11 bis 13 spitze Zähne auslaufend. Einbuchtungen der Blätter sind rund, stumpf oder spitzwinkelig. Winterknospen mit rötlichen Schuppen. Die Blüten vor und mit den Blätter erscheinend, mit gelbgrünen Kronblättern, in fast aufrechten, reichblütigen, kurzen Doldentrauben, Blütezeit vor dem Laubaustrieb. Der Spitzahorn wird 150 Jahre alt mit einem Stamm-Ø von bis zu 1 m. Man sieht den Spitzahorn oft als Park- und Alleebaum. Der Gattungsname (lat. acer = spitz, scharf) bezieht sich auf die Blattform. Blütezeit: April / Mai.

Spitzahorn
© Rabensteiner | Wikipedia (de)

1994

Europäische Eibe (Gemeine Eibe)
(Taxus baccata L.)
Familie: Eibengewächse (Taxáceae)
Meist mehrstämmiger Baum bis 15 m hoch oder als buschiger Strauch bis 4 m hoch, Die 2 bis 3 mm breiten, gestielten Nadeln sind etwa bis max. 40 mm lang glänzen der Oberseite dunkelgrün. Auf der Unterseite sind die Nadeln graugrün. Lebensjahre: bis über 1000 Jahre.
Oft bestehen Eiben aus mehreren miteinander verwachsene Stämme, sogenannten Komplexstämme. Die Krone einstämmiger Eiben ist meistens breit kegelförmig, später abgerundet bis kugelig. Die extrem langsamwüchsige Eibe ist meistens auf flachgründigen, kalkreichen Böden an steilen Hängen in Buchenwäldern anzutreffen. Eiben sind zweihäusig, d. h. es gibt sowohl ♂ Bäume mit Staubblüten, wie auch ♀ mit sehr winzigen 1 bis 1,5 mm kleinen Blüten auf der Zweigunterseite.
Die erbsengroßen Samen sind von einem roten oder gelben, fleischigen Samenmantel umgeben. Während Reh- und Rotwild die Eibennadel unbeschadet verzehren können, sind diese und alle anderen Teile der Eibe für den Menschen, den Pferden, Eseln und Schafen hochgiftig (Alkaloide, v.a. das Herzgift Taxin).
Die Vögeln (Kleiber, Rotkehlchen, Drosseln, u.a.) fressen den roten Samenmantel (Arillus) und scheiden den Samen mit dem Kot aus und verteilen ihn so. Das Holz gehört zu den dichtesten, härtesten und elastischen europäischen Hölzern (feine Kunsttischler- und Schnitzarbeiten).
Blütezeit: März / April

Europäische Eibe
© Maren Beßler | pixelio.de

1993

Speierling (Sperberbaum, Zahme Eberesche, Schmerbirne)
(Sórbus doméstica L.)
Familie: Rosengewächse (Rosáceae)
Der Eberesche ähnlicher 10 bis 20 m hoher Baum, der bis zu 500 (600) Jahre alt werden kann. Die unpaarig gefiederte Blätter mit lanzettlichen, bis 8 cm langen Fiederblättchen haben weiße oder rötliche, meist fünfgriffelige Blüten in Doldentrauben.
Die reifen gelben bis braunen, hell gepunktete bis zu 3 cm großen, fünffächerigen Früchte (Spieräpfel) sind apfel- oder birnenähnlichen und nach dem ersten Frost essbar. Sie wurden früher wegen den hohen Gerbstoffgehalt als Heilmittel gegen Erbrechen bzw. Durchfall gegessen. Die Früchte wurden dem Apfelmost beigemischt um ihn haltbarer, klarer und geschmacklich besser zu machen.
Heute verwendet man sie noch zur Schnaps- und als Zusatz zur Apfelweinherstellung. Das schwere Holz wird zur Wagner-, Drechsler- und Kunsttischlerarbeiten verwendet.
Blütezeit: Mai / Juni.

Speierling
© Kuratorium Baum des Jahres
   Quelle: KBJ

1992

Bergulme
(Ulmus glábra Huds. emend. Moss,)
Familie: Ulmengewächse (Ulmáceae)
Relativ selten vorkommender 30 bis 40 m hoher Baum mit stattlicher meist regelmäßig abgerundeter Krone und einen Stammumfang bis zu 7 m. Kann bis zu 500 Jahre alt werden. Wächst auf nährstoff- und basenreichen Boden in Schluchten und Schattenhängen. Die Blätter sind oberseits rau, unterseits weich behaart, häufig mit einer Haupt- und zwei untergeordneten Spitzen. Die Blüten befinden sich in aufrechten Büscheln.
Das Holz ist unter dem Namen »Rüster« bekannt. Verwendung findet es vor allem bei der Herstellung von Möbeln und Parkett.
Blütezeit: März / April.

Bergulme
© Garry R. Osgood | Wikipedia (de)

The Camperdown Elm in Prospect Park, Brooklyn, New York City. The tree grows from a cutting taken in 1872 from the original mutant elm growing on the grounds of Camperdown House, in Dundee, Scotland, and grafted upon a Wych Elm (Ulmus glabra).

1991

Sommerlinde
(Tilia platyph'yllos Scop./Tilia cordáta Mill.)
Familie: Lindengewächse (Tiliáceae)
Die Sommerlinde wird bis zu 35 m hoch. Die herzförmigen Blätter mit hellen Härchen und mit zwei bis fünf Blüten im hängenden Blütenstand.
Vorkommen in Buchen-Mischwälder, auf nährstoffreichen Schlucht- und Hangwälder. Lebensjahre: bis zu 1000. Heilmittel: der schweißtreibende und fiebersenkende Lindenblütentee.
Das Holz ist für Drechsler- und Schnitzerarbeiten bestens geeignet. Blütezeit: Juni.

Sommerlinde
© M. Großmann | pixelio.de

1990

Rotbuche
(Fágus sylvática L.)
Familie: Buchengewächse (Fagáceae)
Die bis zu 30 m hohe Rotbuche ist die einzige in Mitteleuropa vorkommende Buchenart. Der glatte, graue Stamm erreicht einen Ø von 1,5 m. Die spitzen, eiförmigen Blätter sind oberseits glänzend dunkelgrün, unterseits hellgrün und im Herbst rötlich braun. ♂ Blüten in kugeligen, hängenden Kätzchen und ♀ Blüten zu zweien in aufrechten Köpfchen. Das Holz ist in frischem Zustand rötlich (⇒ Name).
Die von einem Fruchtbecher umhüllten Bucheckern dienen Eichhörnchen, Eichelhähern, Berg-, Buchfinken und Wild als Nahrung. Aus ihnen lässt sich auch Speiseöl gewinnen. Blütezeit: April / Mai.

Rotbuche
© Janine Vlach | pixelio.de

1989

Stieleiche (Sommereiche)
(Quércus róbur L.)
Familie: Buchengewächse (Fagáceae)
Vorkommen im gemäßigten Europa, in Südeuropa und in Vorderasien bis zum Kaukasus. Sie fehlt nur im Norden Schottlands, Russlands und Skandinaviens sowie in den sommertrockenen Gebieten des Südens. Der 30 bis 35 m hohe langsam wüchsige Baum mit bis über 2 m dicken, oft knorrigen Stamm und unregelmäßiger breiter Krone wird bis zu 600 (oft auch bis 1200) Jahre alt.
Die silbergrau glänzende Rinde reißt zwischen dem 15. und 30. Lebensjahr auf und verändert sich in eine tief längsrissige, graubraune Borke. Die gelappten Blätter sind ca. ½ cm gestielt. An einem 3 - 8 cm langen Stiel hängen die Eicheln einzeln, zu zweit oder zu dritt. Die Blüten sind einhäusig, ♀ Blüten in hängenden Kätzchen, ♂ rötliche Blüten meist zu mehreren an langen Stielen sitzen. Blüten erscheinen erst zwischen dem 50. und 80. Lebensjahr. Blütezeit: April / Mai.

Stieleiche
© Heike Hering | pixelio.de