ANIMALS PLANET - Baum des Jahres in Österreich


Seit 1994 wird ein Baum des Jahres gekürt. Bestimmt wird der Baum gemeinschaftlich durch das Lebensministerium und das Kuratorium Wald. Berücksichtigt werden dabei Baumarten, die für die österreichische Ökologie und Ökonomie wichtig, aber stark gefährdet, sind. In Österreich können ganze Gattungen ebenso wie einzelne Arten ausgewählt werden. Sogar Gruppen, die biologisch nichts miteinander zu tun haben, wie die Wildobstbäume.

2016

Eiche (Quercus)
Ordnung: Buchenartige (Fagales)
Familie: Buchengewächse (Fagaceae)
Gattung: (Quercus)
Die Gattung umfasst etwa 600 Arten, davon bis zu 450 in der Untergattung Quercus (Sektionen: Roteichen, Weißeichen und Zerreichen) und bis zu 150 in der Untergattung Cyclobalanopsis.
Eichen sind sommergrüne oder immergrüne Bäume mit dünnen bis ledrigen, gelappten oder ungelappten, wechselständigen einfachen Laubblätter. Die Blattränder sind glatt oder gezähnt bis stachelig gezähnt.

Einige Arten:

Roteichen: Nord-, Mittel- und Südamerika
Nordamerikanische Roteiche (Quercus lobata Née),
Roteiche (Quercus rubra L.),
Scharlach-Eiche (Quercus coccinea Münchh.),
Schwarz-Eiche (Quercus marilandica Muenchh.),
Sumpf-Eiche (Quercus palustris Münchh.),


Weißeichen: Europa, Asien, Nordafrika, Nordamerika
Flaumeiche (Quercus pubescens Willd.),
Kastanien-Eiche (Quercus montana Willd.),
Korb-Eiche (Quercus michauxii Nutt.),
Stieleiche oder Deutsche Eiche (Quercus robur L.),
Traubeneiche (Quercus petraea (Mattuschka) Liebl.),


Zerreichen: Europa, Nordafrika, Asien, südwestliche
Vereinigte Staaten, nordwestliches Mexiko
Erlenblättrige Eiche (Quercus alnifolia Poech),
Kastanienblättrige Eiche (Quercus castaneifolia C.A.Meyer),
Korkeiche (Quercus suber L.),
Steineiche (Quercus ilex L.),
Zerreiche (Quercus cerris L.),

Eiche
© mouzes | Fotolia.com

2015

Weißtanne (Abies alba)
Ordnung: Koniferen (Coniferales)
Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)
Unterfamilie: Abietoideae ()
Gattung: Tannen (Abies)
Sektion: (Abies)

Der 30 - 50 m hohe Baum kommt vor allem in Gebirgen, (von den Vogesen bis zu den Karpaten, nach Norden bis zum Ergebirge) zwischen 400 und 1000 m Höhe, vor. Das Höchstalter liegt um 500 bis 600 Jahre. Sie erreicht einen Stamm-Ø von 2 m - 3 m. Die flachen 1 bis 4 cm langen Nadeln sind an der stumpfen Spitze leicht eingekerbt, unterseits zwei weiße Längsstreifen (⇒ Name) und an der Oberseite sind sie dunkelgrün. Nadelkissen sind glatt und nicht vorspringend. Die Zapfen stehen, sie hängen nicht. Die Krone jünger Bäume ist gleichmäßig wie ein Kegel, im Alter hat die Weißtanne oft eine "Storchennest"-Krone. Blütezeit: Mai.

Weißtanne
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2014

Rotbuche
(Fágus sylvática L.)
Familie: Buchengewächse (Fagáceae)
Die bis zu 30 m hohe Rotbuche ist die einzige in Mitteleuropa vorkommende Buchenart. Der glatte, graue Stamm erreicht einen Ø von 1,5 m. Die spitzen, eiförmigen Blätter sind oberseits glänzend dunkelgrün, unterseits hellgrün und im Herbst rötlich braun. ♂ Blüten in kugeligen, hängenden Kätzchen und ♀ Blüten zu zweien in aufrechten Köpfchen. Das Holz ist in frischem Zustand rötlich (⇒ Name).
Die von einem Fruchtbecher umhüllten Bucheckern dienen Eichhörnchen, Eichelhähern, Berg-, Buchfinken und Wild als Nahrung. Aus ihnen lässt sich auch Speiseöl gewinnen. Blütezeit: April / Mai.

Rotbuche
© Janine Vlach | pixelio.de

2013

Europäische Eibe (Gemeine Eibe)
(Taxus baccata L.)
Familie: Eibengewächse (Taxáceae)
Meist mehrstämmiger Baum bis 15 m hoch oder als buschiger Strauch bis 4 m hoch, Die 2 bis 3 mm breiten, gestielten Nadeln sind etwa bis max. 40 mm lang glänzen der Oberseite dunkelgrün. Auf der Unterseite sind die Nadeln graugrün. Lebensjahre: bis über 1000 Jahre.
Oft bestehen Eiben aus mehreren miteinander verwachsene Stämme, sogenannten Komplexstämme. Die Krone einstämmiger Eiben ist meistens breit kegelförmig, später abgerundet bis kugelig. Die extrem langsamwüchsige Eibe ist meistens auf flachgründigen, kalkreichen Böden an steilen Hängen in Buchenwäldern anzutreffen. Eiben sind zweihäusig, d. h. es gibt sowohl ♂ Bäume mit Staubblüten, wie auch ♀ mit sehr winzigen 1 bis 1,5 mm kleinen Blüten auf der Zweigunterseite.
Die erbsengroßen Samen sind von einem roten oder gelben, fleischigen Samenmantel umgeben. Während Reh- und Rotwild die Eibennadel unbeschadet verzehren können, sind diese und alle anderen Teile der Eibe für den Menschen, den Pferden, Eseln und Schafen hochgiftig (Alkaloide, v.a. das Herzgift Taxin).
Die Vögeln (Kleiber, Rotkehlchen, Drosseln, u.a.) fressen den roten Samenmantel (Arillus) und scheiden den Samen mit dem Kot aus und verteilen ihn so. Das Holz gehört zu den dichtesten, härtesten und elastischen europäischen Hölzern (feine Kunsttischler- und Schnitzarbeiten).
Blütezeit: März / April

© Maren Beßler: Europäische Eibe
© Maren Beßler | pixelio.de

2012

Elsbeere (Sorbus torminalis L.)
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie: (Spiraeoideae)
Tribus: (Pyreae)
Untertribus: Kernobstgewächse (Pyrinae)
Gattung: Mehlbeeren (Sorbus)
Die Elsbeere wächst meist an wärmeren Lagen, südlich exponierten Hängen und Kreten. Sie wird als Halblichtbaumart bezeichnet und verträgt in ihrer Jugend eine Beschattung recht gut. Die Elsbeere ist ein sommergrüner, 15 bis 25 m, im Wald manchmal über 30 m hoher Baum. Die Rinde bzw. Borke ist bei älteren Bäumen häufig asch-grau und kleinschuppig. Man kann die Rinde der Elsbeere leicht mit einer Eichenrinde verwechseln.
 
Die Blätter sind etwa 2 bis 7 cm lang, der Umriss ist breit bis eiförmig. Der Rand ist spitz gelappt und leicht gesägt, die Anzahl der Lappen beträgt drei bis fünf. Die Blüten sind weiß und bilden aufrechte, lockere Doldenrispen. Die Herbstfärbung ist goldgelb bis leicht rötlich. Die Früchte sind verkehrt eiförmig bis rundlich, erst olivgrün, später dann braun mit hellen Punkten und etwa 1,5 cm groß.

© Rosenzweig: Elsbeere
© Rosenzweig | Wikipedia (de)

2011

Zirbe (Pinus cembra)
Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)
Unterfamilie: (Pinacoideae)
Gattung: Kiefern (Pinus)
Blütezeit: April / Mai.
Die Zirbelkiefer ist ein einhäusiger Nadelbaum und kann bis 30 m hoch werden und einen maximalen Durchmesser von 1,7 m erreichen. In Österreich und Bayern ist die Bezeichnung »Zirbe« geläufig, in der Schweiz wird sie »Arve« genannt. Junge Zirben sind anfangs kegelförmig mit einem auffallend dichten Nadelkleidund die Äste reichen fast bis zum Boden, im Laufe der Jahre nehmen die Bäume eine abgerundete, breite Form an. Bei alleinstehenden Arten reichen die Äste auch im hohen Alter noch bis zum Boden herab.
Die grau bis silbrig rotbraune Rind weist die für Kiefern typischen Längsrisse auf. Die Rinde der Äste sind graugrün bis hellgrau. Die 5 - 12 cm langen, buschigen, sehr weichen und biegsamen Nadeln stehen zu fünft an Kurztrieben. Die eiförmigen, aufrecht stehenden Zapfen sind 5 - 13 cm lang und 4 - 8 cm breit. Die ♂ Blüten befinden sich zu mehreren dicht gedrängt an der Basis der jüngsten Langtriebe. Diese sind rotbraun, später gelb und bis zu zwei Zentimeter lang. Die ♀ blauvioletten Blütenstände stehen zu mehreren an den Spitzen der Langtriebe.
Als Besonderheit des Zirbenholzes gilt sein angenehmer Geruch, weshalb es gerne im Innenausbau verwendet wird. Ein weiterer Vorteil ist die leichte Verarbeitung aufgrund des weichen Holzes.
Die Zapfen enthalten etwa 1 cm große, nussartige Samen mit harter Schale. Aus den Zirbelnüssen wird auch der "Zirbelgeist" hergestellt - ein aromatischer Schnaps. Das Zirbenöl findet in Seifenprodukten, Sonnenölen, Duftlampen und Möbelpolituren seinen Einsatz.

Zirbe
© Adamus | Fotolia.com

2010

Wildobstbäume

Die am stärksten gefährdeten Wildobstbäume sind:
Wildapfel, Holzapfel (Malus sylvestris)
Wildbirne (Pyrus pyraster)
Schneebirne (Pyrus nivalis)


Wirdapfel (Holzapfel)
(Malud sylvestris)
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie: (Spiraeoideae)
Tribus: (Pyreae)
Untertribus: Kernobstgewächse (Pyrinae)
Gattung: Äpfel (Malus)
Der bis zu 10m hohe Baum besitzt eine dichte Krone mit einer graubraunen längsrissigen Schuppenborke. Er kommt auch als Strauch, mit einer Wuchshöhe von 3 bis 5 m, vor. Die ovalen, kerbig gesägten Blätter sind 4 bis 8 cm lang.
Die kugeligen Früchte sind gelbgrün mit roter Backe, haben nur einen Durchmesser von 2 bis 4 cm, sind herbsauer und holzig.
Das natürliche Verbreitungsgebiet des Holzapfels ist wohl Europa bis Vorderasien. Als Hauptverbreitungsgebiet gelten die Tieflandgebiete Mitteleuropas. In den Alpen kommt der Holzapfel bis zu einer Höhe von 1100 m NN vor. Er bevorzugt Flussauen und Standorte im Gebiet der Nässegrenze des Waldes. Da diese natürlichen Standorte durch menschliche Eingriffe stark zurückgegangen sind, ist der Holzapfel in seinem Bestand bedroht.
Blütezeit: April / Mai, rosa-weiße Blüten auf kahlen Blütenstielen

Wildbirne (Wilder Birnbaum)
(Pýrus pyraster L. / Pýrus commúnis L.)
Familie: Rosengewächse (Rosáceae)
Bis 20 m hoher Baum (Strauch), Stammform der Gartenbirne, jedoch mit Dornen aus umgewandelten Kurztrieben. Die etwa 3 cm großen Früchte sind rundlicher und kleiner. Das Verbreitungsgebiet reicht von Westeuropa bis zum Kaukasus. Vorkommen in Eichen-Mischwälder, im Flach- und mittleren Bergland und in Felschgebüsch.
Die Blüten sind zwittrig und auf Fremdbestäubung von einem anderen Baum angewiesen. Der Birnbaum gehört zur Familie der Rosengewächse und darin zur Unterfamilie der Apfelfrüchtigen. Das Holz hat eine blaß-rötliche bis hell-rötlichbraune Farbe und ist hart und schwer.
Blütezeit: April / Mai

Schneebirne
(Pyrus nivalis)
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie: Kernobstgewächse (Maloideae)
Gattung: Birnen (Pyrus)
Die Schneebirne ist ein sommergrüner Baum und wird 8 bis 15 Meter hoch und bis zu 5 Meter breit. Die einfachen, verkehrt eiförmigen Blätter sind wechselständig angeordnet und dauerhaft silbrig weißfilzig behaart. Die Blätter verfärben sich im Herbst blutrot. Sie werden 4 bis 8 cm lang und 3 bis 4 cm breit. Die Blütenfarbe ist weiß und die Frucht ist klein und gelbgrün. Die Borke ist hell graubraun und längsrissig. Sie reift spät im September bzw. Oktober. Ihre Früchte werden erst nach den ersten Frösten genießbar. Sie wächst in Südeuropa, im südlichen Mitteleuropa bis nach Kleinasien.
Blütezeit: April / Mai

Wildapfel
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Wildbirne
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2009

Birke (Betula L.)
Familie: Birkengewächse (Betulaceae)
Weltweit gibt über 60 Birkenarten davon findet man in Österreich insgesamt vier: die Moor-Birke (Betula pubescens), die Strauch-Birke (Betula humilis), die Sand- bzw. Hänge-Birke (Betula pentula) und die Zwerg-Birke (Betula nana).
Moor-Birke (Betula pubescens): Vorkommen vor allem auf Feuchtstandorten, in Moor- und Bruchwäldern; von der Ebene bis ins Gebirge.
Hänge-Birke (Betula pentula): Vorkommen außer in bodensauren Eichenwäldern, Heiden und Magerrasen auch auf Brachland und Schutt.
Zwerg-Birke (Betula nana): Vorkommen vereinzelte Bestände in den Alpen, seltener im Erzgebirge zu sehen und nur punktuell im Harz anzutreffen; meistens in Hochmooren.
Strauch-Birke (Betula humilis): Vorkommen vereinzelt in den Alpen und im Alpenvorland und im Tiefland nur östlich der Elbe; in Hoch- und Zwischenmooren.
Auf der Liste der besonders gefährdeten Baum- und Straucharten Österreichs stehen auch drei Birkenarten: die Zwerg-, die Moor- und die Strauch-Birke.
Birken sind sommergrüne Bäume oder Sträucher. Sie gehören zu den sehr schnell wachsenden Gehölzen und können schon nach sechs Jahren eine Höhe von bis zu sieben Metern erreichen. Ausgewachsen können sie bis zu 30 Meter, in Einzelfällen sogar noch höher werden. Bei vielen Birkenarten ist die Rinde auffällig hell bis weiß.
 
Die Blütenstände heißen Kätzchen. Die männlichen Blütenstände sind hängend, die weiblichen aufgerichtet. Die vielen kleinen geflügelten Samen, welche im Herbst reif werden, befinden sich zwischen den Hochblättern im Fruchtstand. Die Früchte haben Fruchtreife im September bis Oktober.
 
Verwendung findet die Birke in der Hausmedizin als Tee, der gegen rheumatische Beschwerden verabreicht wird. Im Frühjahr wird der zapfbare Birkensaft gegen Nierenleiden getrunken.
Das elastische und zähe, aber nicht harte Holz der Birke findet im Instrumentenbau und für Möbel Verwendung. Es ist leicht und sauber zu bearbeiten und ist ein geschätztes Brennholz. Das Holz wird gerne für offene Kamine und Pizzaöfen als Brennholz verwendet, da es nicht spritzt. Die Indianer nutzten bereits die Rinde für den Bau von Kanus.
Blütezeit: von Ende März bis Ende April

© Darkone: Birken im Herbst
© Darkone | Wikipedia (de)

2008

Speierling (Sperberbaum, Zahme Eberesche, Schmerbirne)
(Sórbus doméstica L.)
Familie: Rosengewächse (Rosáceae)
Der Eberesche ähnlicher 10 bis 20 m hoher Baum, der bis zu 500 (600) Jahre alt werden kann. Die unpaarig gefiederte Blätter mit lanzettlichen, bis 8 cm langen Fiederblättchen haben weiße oder rötliche, meist fünfgriffelige Blüten in Doldentrauben.
Die reifen gelben bis braunen, hell gepunktete bis zu 3 cm großen, fünffächerigen Früchte (Spieräpfel) sind apfel- oder birnenähnlichen und nach dem ersten Frost essbar. Sie wurden früher wegen den hohen Gerbstoffgehalt als Heilmittel gegen Erbrechen bzw. Durchfall gegessen. Die Früchte wurden dem Apfelmost beigemischt um ihn haltbarer, klarer und geschmacklich besser zu machen.
Heute verwendet man sie noch zur Schnaps- und als Zusatz zur Apfelweinherstellung. Das schwere Holz wird zur Wagner-, Drechsler- und Kunsttischlerarbeiten verwendet.
Blütezeit: Mai / Juni.

Speierling
© Kuratorium Baum des Jahres | KBJ

2007

Hainbuche (Weißbuche, Hagebuche, Steinbuche, Hornbaum)
(Carpinus bétulus L.)
Familie: Birkengewächse (Betuláceae)
Kommt in Mitteleuropa bis Vorderasien als Baum und Strauch in Eichenmischwäldern, Hartholzauen, Gebüschen und Hecken vor. Die Hainbuche gehört zu den Birkengewächsen. Das erkennt man sofort an den Blättern. Die sind im Gegensatz zur Buche am Rand doppelt gesägt. Der graue Stamm ist glatt, oft mehrstämmig und strauchartig. Die elliptisch, scharf doppelt gesägten Blätter sind längs der Seitennerven gefaltet. Blüten in hängenden, nach ♂ und ♀ getrennten Kätzchen, Früchte büschelig, hängende, dreilappig geflügelte Nüsschen.
Die Hainbuche hat das härteste Holz. Daher nennt man es auch Eisenholz und den Baum Hornbaum oder Steinbuche. Ein Kubikmeter Hainbuchen-Holz wiegt 800 kg. Früher wurde dieses Holz für stark beanspruchte Fahrzeug- und Maschinenteile (z. B.: Zahnräder, Achsen, Holzschrauben, Speichen) verwendet.
Sie hat ein sehr helles Holz und wird deshalb auch Weißbuche genannt.
Ein anderer Name ist Hagebuche. Er hat seinen Ursprung in der Beliebtheit der Hainbuche als Hecke. Sie diente lange Zeit zum »Ein-Hagen« von Feldern und Wiesen.
Blütezeit: März bis Mai.

Hainbuche
© Bernard | pixelio.de

2006

Ulmen (Ulmus)
Familie: Ulmengewächse (Ulmáceae)
Die Gattung der Ulme umfasst ca. 20 Arten, davon sind in Österreich drei Arten heimisch - die Berg-, Feld- und die Flatter-Ulme. Gerne siedelt sich die Ulme im Umfeld von Esche, Bergahorn oder in Schlucht- und Hangwäldern an.
Die Berg-Ulme, Berg-Rüster (Ulmus glabra) wird bis zu 40 m hoch, ebenso die wärmeliebende Feld-Ulme, Feld-Rüster (Ulmus minor) wird bis zu 40m hoch. Die anspruchsvolle Flatter-Ulme, Flatter-Rüster (Ulmus laevis) erreicht eine Wuchshöhe von etwa 25 m.
Das Holz wurde für die Anfertigung von Waffen, Musikinstrumente, Räder, Glockenstühle, im Innenausbau (Parkett, Treppen, Wand- und Deckenverkleidungen) und zum Brückenbau verwendet.

Bergulme
© sunnychicka | Fotolia.com

2005

Ahorne (Acer)
Familie: Seifenbaumgewächse (Sapindaceae)
Ahorne sind sommergrüne Bäume oder Sträucher. Der Ahornbaum kann bis zu 30 m hoch mit aufstrebenden Ästen und einer abgerundeten Krone kann 400 bis 500 Jahre alt werden. Er kommt vor allem in den Schlucht- und Buchenmischwäldern des Gebirges bis zu 1700 m Seehöhe vor. Ahorne sind Flach- bis Herzwurzler und empfindlich gegen Bodenverdichtung.
Weltweit gibt es etwa 150 verschiedene Ahornarten, 13 davon sind in Europa beheimatet.
Die bekanntesten heimischen Vertreter sind:
Eschen-Ahorn (Acer negundo),
Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus),
Feld-Ahorn (Acer campestre),
Spitz-Ahorn (Acer platanoides).
Das Holz des Ahorns wird für die Möbel- und Furnierherstellung sowie in der Drechslerei verwendet. Das Ahornblatt repräsentiert seit dem 19. Jahrhundert das nationale Symbol Kanadas.

Japanischer Ahorn © peps22 / pixelio.de
© peps22 | pixelio.de

2004

Eberesche (Vogelbeere) (Sórbus aucupária)
Familie: Rosengewächse (Rosáceae)
Vorkommen vor allem in der nördlichen gemäßigten Zone in Laubmischwäldern, auf feuchten, nährstoffreichen Standorte in Auen- und Schluchtwäldern als auch auf klüftigen Kalkgestein. Die Eberesche bevorzugt lichte Standorteund ist über ganz Mittel- und Westeuropa verbreitet. Man findet sie von der Tiefebene bis in die Gebirge. Das Holz ist relativ schwer und hart, zugleich aber biegsam und elastisch. Die Eberesche ist auch als »Vogelbeerbaum« bekannt. Die Vogelbeere ist wegen ihrer Heilkräfte bekannt und wird als Tee zubereitet. Die Blätter und Blüten haben eine große Heilwirkung bei Husten, Bronchitis und Magenverstimmungen.
Die Eberesche war dem germanischen Donnergott Donar geweiht. Die alten Druiden stellten ihren Zauberstab aus Ebereschenholz her.
Blütezeit: Mai / Juni.
Die Eberesche ist ein bis 20 m (selten 25 m) hoher Baum mit auffallend lichter Krone. In höheren Lagen wächst sie auch strauchförmig. Der Stamm-Ø beträgt bis zu 40 cm (sehr selten 60 cm). Die Rinde ist hellgrau, glatt und glänzend. Die Eberesche wird ca. 150 Jahre (selten 200 Jahre) alt. Erst im Alter wird die Rinde unregelmäßig längsrissig und es bildet sich eine schwärzliche Borke. Die unpaarig gefiederterten Blätter der Eberesche sind etwa 15 cm lang. Die weißen Blüten vereinigen sich zu breiten Blütenständen von 200 – 300 Einzelblüten. Der Name aucuparia leitet sich von lat. avis capere = "Vögel fangen" ab.
Blütezeit: Mai bis Juni.

Eberesche
© Eberhard Münch | pixelio.de

2003

Weiden (Salix)
Familie: Weidengewächse (Salicaceae)
Die Weide ist mit rund 3 Dutzend verschiedenen Arten in Mitteleuropa vertreten. Ihr Vorkommen reicht von der Meeresküste bis in hochalpine Lagen. Weiden sind sommergrünen Bäume, Sträucher und Zwergsträucher mit meist lanzettlichen Blättern.
Zu den bekanntesten Weidenarten zählen:
Korb-Weide (Salix viminalis),
Ohren-Weide, Ohr-W., Salbei-W. (Salix aurita),
Sal-Weide, Palm-Weide (Salix caprea),
Quendelblättrige Weide (Salix serpyllifolia),
Silber-Weide (Salix alba),
Bruch-Weide (Salix fragilis),
Trauer-Weide, Hänge-Weide (Salix babylonica),
Glanz-Weide (Salix lucida),
Grau-Weide (Salix cinerea),
Mandel-Weide (Salix triandra),
Netz-Weide (Salix reticulata),
Kahle Weide (Salix glabra),
Kriech-Weide (Salix repens),
Lavendel-Weide (Salix eleagnos),
Purpur-Weide (Salix purpurea),

Weidenkätzchen © knipserline / pixelio.de
© knipserline | pixelio.de

2002

Lärchen (Larix)
Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)
Unterfamilie: (Laricoideae)
Die Lärche kann bis zu 40 m hoch und 600 - 700 Jahre alt werden. Der Stamm-Ø kann bis zu 1,5m betragen. Der sommergrüne Baum besitzt zumeist eine regelmäßige, kegelförmige schlanke Krone mit dichter gleichförmiger Belastung. Sie ist ein typischer Gebirgsbaum unserer Alpen und hält Temperaturen von -40 °C ebenso aus wie hochsommerliche Hitze und benötigt freie Lagen mit viel Luft und Licht und nährstoffreiche, mittel- bis tiefgründige frische Böden. Die Lärche ist der einzige einheimische Nadelbaum der im Winter seine Nadeln abwirft.
Das Holz ist schwer und sehr harzhaltig. Lärchenholz eignet sich hervorragend für Fenster-, Treppenbau und Dachschindeln mit einer Lebensdauer von rund 100 Jahren. Die Lärche ist ein Nadelbaum der sich im Herbst leuchtend gelb verfärbt und wie die meisten Nadelbäme einhäusig. Blütezeit: April / Mai.

Lärche © Edith Obrist / pixelio.de
© Edith Obrist | pixelio.de

2001

Eschen (Fraxinus excelsior L.)
Familie: Öbaumgewächse (Oleáceae)
Vorkommen v.a. in der nördlichen gemäßigten Zone in Laubmischwäldern, auf feuchten, nährstoffreichen Standorte in Auen- und Schluchtwäldern als auch auf klüftigen Kalkgestein. Die Esche erreicht eine Höhe bis 30 m und wird etwa 250 Jahre alt und hat eine ei- bis kegelförmigen Krone. Die glatte, grünlich graue Rinde wird im Alter eine schwarzbraune, dichtrissige Borke. Die Blätter sind unpaarig gefiedert, mit 9 - 13 Fiederblättchen, Blüten in hängenden Rispen. Winterknospen sind schwarz und samtig. Die kronblattlosen, dunkelpurpurnen, in Büscheln stehenden Blüten sind windblütig.
Das gelbliche oder rötlich weiß ringporige Holz ist hoch elastisch, fest, tragfähig. Es wird im Waggon- und Möbelbau sowie für Schmuckobjekten, Musikinstrumenten, Waffen (Pfeile, Bögen und Speere), Sportgeräte und Werkzeuge verwendet. Eine im Volksmund bekannte Wetterregel lautet:
 
Grünt die Esche vor der Eiche,
bringt der Sommer große Bleiche;
grünt die Eiche vor der Esche,
bringt der Sommer große Wäsche.
Früher war Eschenlaub ein wichtiges Winterfutter für das Vieh und in der Heilkunde wurde aus den Blätter Tee zubereitet und bei Rheuma und Gicht getrunken. Dieser gilt zudem als blutreinigend und wassertreibend.
Mystery-Experten wissen, dass man Vampiren den Garaus macht, indem man ihnen einen Eschen-Holzpflock durchs Herz rammt! Blütezeit: April / Mai.

© Willow: Esche im Burgwald, Hessen
© Willow | Wikipedia (de)

2000

Schwarzkiefer (Pinus nigra)
Familie: Kieferngewächse (áceae)
Sie ist ein immergrüner Nadelbaum von etwa 20 - 40 m Wuchshöhe, mit schlankem Stamm und kegelförmiger, im Alter sich schirmförmig abwölbender Krone. Einzelexemplare werden bis zu 45m hoch. Ursprünglich ist die Schwarzkiefer inm Südeuropa beheimatet, und zwar auf dem Balkan in Bosnien, Serbien, Montenegro, Albanien, Bulgarien, nordwärts bis Österreich und als Forstbaum in Mitteleuropa. Die tief rissige Rinde ist schwarzgrau und die dunkelgrünen Nadeln stehen paarweise zusammen und sind 8 bis 15 cm lang. Die 8 - 10 cm langen Zapfen sind 3 cm dick und ei- bis kegelförmig.
Die Schwarzkiefer liefert durch ihre Jahrringstruktur und die Holzfarbe ein sehr dekoratives Bild, hat glatte Oberflächen und lässt sich gut verarbeiten.
Blütezeit: Mai / Juni.

Schwarzkiefer © Tönnießen / Kuratorium des Baumes.de
© Tönnießen | Kuratorium
des Baumes

1999

Zirbelkiefer (Zirbe, Arve) (Pinus cembra)
Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)
Die Zirbelkiefer ist ein einhäusiger Nadelbaum und kann bis 30 m hoch werden und einen maximalen Durchmesser von 1,7 m erreichen. In Österreich und Bayern ist die Bezeichnung »Zirbe« geläufig, in der Schweiz wird sie »Arve« genannt. Junge Zirben sind anfangs kegelförmig mit einem auffallend dichten Nadelkleidund die Äste reichen fast bis zum Boden, im Laufe der Jahre nehmen die Bäume eine abgerundete, breite Form an. Bei alleinstehenden Arten reichen die Äste auch im hohen Alter noch bis zum Boden herab.
Die grau bis silbrig rotbraune Rind weist die für Kiefern typischen Längsrisse auf. Die Rinde der Äste sind graugrün bis hellgrau. Die 5 - 12 cm langen, buschigen, sehr weichen und biegsamen Nadeln stehen zu fünft an Kurztrieben. Die eiförmigen, aufrecht stehenden Zapfen sind 5 - 13 cm lang und 4 - 8 cm breit. Die ♂ Blüten befinden sich zu mehreren dicht gedrängt an der Basis der jüngsten Langtriebe. Diese sind rotbraun, später gelb und bis zu zwei Zentimeter lang. Die ♀ blauvioletten Blütenstände stehen zu mehreren an den Spitzen der Langtriebe.
Als Besonderheit des Zirbenholzes gilt sein angenehmer Geruch, weshalb es gerne im Innenausbau verwendet wird. Ein weiterer Vorteil ist die leichte Verarbeitung aufgrund des weichen Holzes.
Die Zapfen enthalten etwa 1 cm große, nussartige Samen mit harter Schale. Aus den Zirbelnüssen wird auch der "Zirbelgeist" hergestellt - ein aromatischer Schnaps. Das Zirbenöl findet in Seifenprodukten, Sonnenölen, Duftlampen und Möbelpolituren seinen Einsatz.
Blütezeit: Mai / Juni.

© Tourismusverein Turracher Höhe
© Tourismusverein Turracher Höhe  |  info[at]turracherhoehe.at

1998

Schwarzerle (Alnus glutinosa L.)
Familie: Birkengewächse (Betulaceae)
Neben der Schwarzerle (Alnus glutinosa) sind in Österreich auch die Grauerle (Alnus incana) und die Grünerle (Alnus viridis) heimisch. Die Grauerle findet man in Ebenen bis 1600 m, in Auwäldern der Gebirgsflüsse und -bäche) und die Grünerle als Strauch, in gebirgige Bachufer. Die lichtliebende Schwarzerle verdankt ihren Namen der dunklen, rissigen Rinde, wegen der rotbraunen Farbe des Holzes wird sie auch Roterle genannt. Erlen sind mittelgroße bis große sommergrüne, also laubabwerfende, Bäume oder Sträucher. Der Artname "glutinosa" (=klebrig) weist auf die im jungen Zustand klebrigen Knopen, Blätter und Zapfen hin. Die Schwarzerle liebt Wasser und steht daher häufig an Ufern von Seen und an Bachläufen.
Weitere Erlenarten sind:
Die Herzblättrige Erle (Alnus cordata) ist in Korsika und Süd-Italien verbreitet. Die Kaukasische Erle (Alnus subcordata) findet sich im Kaukasus und Nordiran. Mehrere Arten sind in Ostasien heimisch. Alnus firma ist nur in Japan heimisch, Alnus hirsuta kommt in Japan, Sachalin, Kamtschatka, Korea und Ostsibirien vor und die Japanische Erle (Alnus japonica) findet sich in Japan, Taiwan, Korea und der Mandschurei.
Das weiche, weiße bis rotgelbe Holz ist unter Wasser von fast unbegrenzter Dauerhaftigkeit. In Österreich steht die Schwarzerle als besonders gefährdet auf der "Roten Liste" der gefährdeten Baum- und Straucharten.
 
Meist mehrstämmiger 10 - 25 m hoher, düster wirkender Baum mit eiförmigen bis runden Blättern, die meist an der Spitze etwas eingekerbt sind. Die ♂ Blüten befinden sich in ca. 5-10 cm langen hängenden Kätzchen, die ♀ sind viel kürzer und stehen aufrecht. Die Baumart ist in fast ganz Europa heimisch. Sie gilt als Baumart der tiefen Lagen, steigt aber auch bis in mittlere Gebirgslagen auf. Vorkommen häufig an Flüssen, Bächen, Gräben sowie in Bruchwäldern. Die Schwarzerle bietet Lebensraum für mehrere Dutzend Vogel-, über 70 Pilz- und über 150 Insektenarten, davon alleine 75 Schmetterlingsarten. Das Holz in frischen Zustand ist rötlich, wird deshalb auch »Roterle« genannt. Blütezeit: Februar / März.

Schwarzerle © Dr. Roloff / Kuratorium des Baumes.de
© Dr. Roloff | Kuratorium des Baumes

1997

Fichte (Picea)
Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)
Unterfamilie: Fichtengewächse (Piceoideae)
Fichten sind immergrüne und einstämmige Bäume mit kegelförmiger Krone. Die Baumhöhe kann 20 - 60 m betragen, in Ausnahmefällen über 80 Meter, z.B. Sitka-Fichte (Picea sitchensis). Der Stamm-Ø beträgt bis zu einen Meter, maximal auch bis zu 2,5 m. Vereinzelte Exemplare weisen einen Stamm-Ø bis zu vier Metern auf. Freistehende Bäume sind bis zum Boden beastet. Die hell- bis rotbraune Rinde der Fichte löst sich in dünnen Schuppen ab.
Das Holz findet als Möbel-, Flugzeug-, Boots- und Schiffbau, Bau- und Schnittholz, als Böttcher- und Grubenholz, als Klangholz im Musikinstrumentenbau (Geigen und Gitarren) und als Resonanzboden bei Klavier und Cembalo, für Schindeln, Kisten, Streichhölzer und zum Bau von Brücken Verwendung.

Fichte © Cornerstone / pixelio.de
© Cornerstone | pixelio.de

1996

Linde (Tilia)
Familie: Malvengewächse (Malvaceae)
Familie: Lindengewächse (Tilioideae)
Die Gattung Linde (Tilia), die der Familie den Namen gab, umfasst etwa 50 Arten. Ihr Vorkommen ist auf die nördliche Halbkugel beschränkt. In Europa sind fünf Arten heimisch und Österreich ist mit zwei Arten, und zwar der Winterlinde (Tilia cordata) und der Sommerlinde (Tilia platyphyllos), vertreten. Die Sommerlinde wächst im Vergleich zur Winterlinde (Höhenwachstum ist nacht 150 Jahren "bereits" beendet) rascher und erreicht größere Dimensionen. Weltweit gibt es etwa 40 Gattungen mit ca. 370 Arten und sind größtenteils in den Tropen zu finden. Dort sind drei Verbreitungsgebiete: ein afrikanisches, ein südasiatisches-malaysisches und ein brasilianisches.
Im freien Stand oft verzweigt und im geschlossenen Waldbestand langschäftige Stämme. Einzelstehende Exemplare können ein Alter bis 1000 Jahre erreichen und besitzen gewaltige Kronen- (bis 30m) und Stamm-Ø (bis zu 5 Meter). Auf wüchsigen Standorten erreichen sie eine Höhe bis zu 35m, einige auch 40 m.
 
Vom Wachstum der Linden wird gesagt, dass sie
 
"300 Jahre komme (wächst anfangs sehr langsam),
300 Jahre stehe und
300 Jahre vergehe".

Sommerlinde © M. Großmann / pixelio.de
© M. Großmann | pixelio.de

1995

Buche (Fagus)
Familie: Buchengewächse (Fagaceae)
Unterfamilie: (Fagoideae)
Die Familie der Buche (Fagus) umfasst 10 Arten, von denen eine, nämlich die Rotbuche (Fagus sylvatica) der verbreitetste Laubbaum Österreichs ist. Sie ist eine Baumart des mittelatlantischen und subkontinentalen Klimas. In Europa sind 2 Bucharten heimisch, die Rotbuche und die Orientbuche (Fagus orientalis). Die Rotbuche ist, bis auf Skandinavien (Grund: lange Winterfröste) und im subkontinentalen Osten, in (W-, M-, S-, SO-) Europa (auf 600 - 1400 m Seehöhe) heimisch. Im Norden kommt sie im tieferen Hügelland (800-1000 m Seehöhe) und im Süden im Gebirge bis 1800 m Seehöhe vor.
Nicht zur Familie der Fagus gehören die Hainbuche (Carpidus betulus) und die Hopfenbuche (Ostrya carpinifolia).
Sie bevorzugt ein mildes, feuchtes Klima ohne kalte Winter und Spätfröste und meidet große Temperaturgegensätze und Trockenperioden. Die Buche erreicht ein Alter von 300 - 500 Jahren, einen Stamm-Ø 1,5 m und eine Baumhöhe von bis zu 50 m.

Buchenblatt © Rainer Sturm / pixelio.de
© Rainer Sturm | pixelio.de

1994

Tanne (Abies)
Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)
Die immergrüne Tanne wächst in den West- und Ostalpen, im nordöstlichen Alpenvorland und westlichen Mittelgebirge, sowie auch in Kleinasien. Es gibt etwa 51 Arten von Tannen, die alle in der gemäßigten Zone der Nordhalbkugel der Erde vorkommen. In Mitteleuropa ist die Weißtanne (Abies alba) am häufigsten anzutreffen. Die Tanne kann ein Höchstalter von 600 Jahren erreichen und eine Höhe von bis zu 50m erreichen, ihre Krone ist kegelförmig und ihr Stamm-Ø kann bis zu 3m betragen. Die Nadeln werden 8 bis 11 Jahre alt.
Tannen sind einhäusig, d.h. es gibt ♀ und ♂ Zapfen an einer Pflanze. Die Zapfen stehen immer aufrecht am Zweig (im Gegensatz dazu bei der Fichte: hängende und als Ganzes herabfallende Zapfen).
Während die Schuppen einzeln abfallen verbleibt die Achse (Spindel) des Zapfens am Baum. Die geflügelten Samen reifen im Zapfen. Keimpflanzen haben vier bis zehn Keimblätter (Kotyledonen). Sie zählt neben der Kiefer zum wichtigsten Tief- bzw. Pfahlwurzler und liebt tiefgründige und frische Böden. Aus ihrem Holz, den Nadeln und dem Harz wurden schon vor geraumer Zeit Heilmittel hergestellt.

Tanne © Gabi Schoenemann / pixelio.de
© Gabi Schoenemann | pixelio.de